Metal Prinzessin

Posted in Meine Musikwelt on 15. Februar 2012 by blackdivided

Besagte Prinzessin wurde von einem Drachen entführt und in einer großen Burg im höchsten Turm eingesperrt. Nun kommt der böse, harte Metaller und will sie retten. Je nach Subgenre unterscheiden sich die Vorgehensweisen:

HEAVY METAL

Unser Held erscheint auf einer Harley Davidson, tötet den Drachen, trinkt ein paar Bier und treibt’s mit der Prinzessin.—— Aber dann schnell wieder auf die Harley und ab. Guter Rat ist teuer – vorallem bei ner angeblichen Prinzessin, den Nordischen. Prost

NEW WAVE OF BRITISH HEAVY METAL (NWoBHM)

Der Held rennt verwirrt im Kreis herum und versucht seine imaginären Verfolger abzuhängen. Dabei stößt er auf einen großen Vulkan – das Scheißhaus des Drachens – und springt in das Magma – bzw. die angesammelte Scheiße des Drachens – in der Hoffnung seine Probleme zu lösen und Herrscher über die Hölle zu werden. Der Queen geht das natürlich komplett am Arsch vorbei.

POWER METAL

Der Held erscheint auf einem weißen Einhorn, entkommt dem Drachen, rettet die Prinzessin um daraufhin in einem verzauberten Schloß mit ihr ein Hochzeitsgelage mit viel Bardenmusik zu feiern.

THRASH METAL

Der Held kommt an, erdrosselt den Drachen mit einer seiner unzähligen gerissenen Gitarren-Saiten und dem Banddildo, rettet die Prinzessin und fickt sie schnell und einfach.

oder

Der Held mosht sich zur Burg vor und bricht dem Drachen beim Headbangen den Schädel, danach sieht er die Prinzessin und rennt schreiend davon, weil sie einen Zopf in ihren Haaren hat, was für Headbanger natürlich eine Vergewaltigung des Aussehens ist

FOLK METAL

Der Held erscheint mit seinen Rollenspielfreunden, die allesamt seltsame Instrumente (Flöten, Akkordeons, Lauten, Dudelsäcke, etc.) spielen bis der Drache einschläft. Da keiner der edlen Rittersleut nennenswerte Erfahrungen mit Frauen besitzt ziehen sie ohne die Prinzessin von dannen.

VIKING METAL

Der Held erscheint in einem Drachenboot, tötet den Drachen mit seiner mächtigen Axt, kocht und verspeist ihn, vergewaltigt die Prinzessin bis sie tot ist, stiehlt den Schatz und brennt noch alles nieder bevor er geht.

siehe hierzu Ro I., Erfinder der Wiking-Metal-Kriege

EPIC METAL

Der Held fliegt auf einem brennenden Pferd in Richtung des Drachen, springt vor dem Zusammenprall der beiden magischen Kreaturen ab und landet durch eine magische Aura sanft auf der blutdurchtränkten Erde. Er läuft in die Burg, und anstatt die Prinzessin zu holen, geht er in den Kerker, wo ein Tor zur Hölle offen steht. Der Held geht ohne Umschweife durch diese Pforte um die Welt zu retten. Die Prinzessin stirbt, weil die Überreste des in Stücke gerissenen Drachens den Turm zum Einsturz gebracht haben.

DEATH METAL

Der Held kommt an, tötet den Drachen, tötet die Prinzessin, fickt sie, geht wieder und tötet auf dem Heimweg noch einen Hip-Hopper mit einer der 30 mitgeführten leeren Bierflaschen, die er ihm an seinem Gebiss vorbei in den Hals rammt.

BLACK METAL

Der Held erscheint um Mitternacht, tötet den Drachen mit einem einzigen lauten, alles durchdringenden, 30 Sekündigen Kreischen und pfählt ihn vor der Burg. Dann missbraucht er die Prinzessin, trennt ihr die Gliedmaßen ab, beobachtet wie sie noch einige hundert Meter jammernd auf ihren Beinstümpfen kriecht und anschließend stirbt. Danach trinkt er ihr Blut in einem Ritual und pfählt die nun entjungferte Prinzessin ebenfalls. Danach wartet er auf den White Metaller. Nachdem er ihn mit einem Ritualdolch gemeuchelt hat wird er von der Inquisition gefasst und auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

INDUSTRIAL BLACK METAL

Der Held erscheint um Mitternacht vor der Burg, wird allerdings von Aliens entführt. Nach längeren Untersuchungen finden die Aliens leider nichts nennenswert Interessantes und setzen den Helden wieder aus. Dieser begegnet nun endlich dem Drachen. Der Held ruft die dunklen Kräfte des Universums herbei, woraufhin wieder das Ufo der Aliens erscheint und den Drachen mitnimmt. Währenddessen ruft die Prinzessin das FBI an, da ihr der Held nicht ganz geheuer ist. Noch bevor der Held die Prinzessin erreicht, um seinen Urtrieben nachzugehen, d.h. Missbrauch und ritueller Mord, kommen Scully und Mulder an und nehmen ihn fest. Die Existenz eines „Helden“ wird bis heute bestritten.

ALIEN (BLACK) METAL

Wie Industrial Black Metal, mit dem Unterschied das der Held im UFO von den Aliens, 4 nicht namentlich näher genannten Teletubbies und einem Rosa Elefanten vergewaltigt wird.

PROGRESSIVE METAL

Der Held erscheint mit einer Gitarre und spielt ein 26 minütiges Solo, der Drache begeht Selbstmord aus Langeweile. Als der Held das Schlafzimmer der Prinzessin erreicht, spielt er ein weiteres Gitarrensolo mit all den technischen Raffinessen, die er im letzten Jahr des Konservatoriums gelernt hat. Die Prinzessin flüchtet und hält nun Ausschau nach dem Heavy Metal Helden.

DOOM METAL

Der Held kommt, sieht die Größe des Drachen und erkennt, dass er ihn nicht besiegen kann. Er wird depressiv und begeht Selbstmord. Der Drache frisst seine Leiche und die Prinzessin.

FUNERAL DOOM METAL

Wie Doom Metal, nur dass der Held sich zuerst noch selber vergewaltigt und ein Schiff versenkt.

GOTHIC METAL

Der Held erscheint in schlichtem Schwarz, sieht den Drachen und beginnt ein Lied über Trauer, Schmerz und die Kurzfristigkeit allen Daseins zu singen, woraufhin der Drache Selbstmord begeht. Die Herzensdame, die das Lied ebenfalls vernommen hat, ist von dessen Tiefgründigkeit gerührt, verliebt sich in unsren Helden und beide begehen nach einer kurzen, leidenschaftlichen Liebesbeziehung ebenfalls gemeinsam Selbstmord.

GLAM METAL

Der Held erscheint, der Drache sieht sein Outfit und lacht sich tot. Im Schlafzimmer der Prinzessin angekommen, stiehlt er ihr ganzes Make-Up und versucht die Burg in einem schönen Pink zu bemalen.

INDUSTRIAL METAL

Der Held erscheint in einem schmutzigen Übergewand, Zeigt dem Drachen den Stinkefinger und wird von zwei Sicherheitsleuten aus dem Märchenland geführt.

POSER METAL

Der – wahnsinnig gut gekleidete – Metaler beginnt mit dem Drachen eine Diskussion über Metal, woraufhin dieser einschläft und der Metaller die Prinzessin durchfickt, da diese von ihm wahnsinnig beeindruckt ist.

TRUE METAL

Der True Metaler ist auf seinem Weg zur Burg so sehr damit beschäftigt mit Feuer und Stahl durch die Heerscharen der Poser zu pflügen das er anschließend erstmal auf Sleipnir warten muss um das Meer aus dem Blut seiner Feinde zu überqueren.
Die Prinzessin ist inzwischen vor Altersschwäche gestorben und der Drache eingeschlafen. Als der True Metaler das sieht ruft er mit einem gewaltigen Kampfschrei seine Brüder aus dem ganzen Land zusammen. Zusammen schwören sie den Drachen im Namen von König und Königreich zu bezwingen, was ihnen nach schweren Verlusten, da der Drache inzwischen wieder aufgewacht ist, auch gelingt. Anschließend reißen sie ihre Blut triefenden, mächtigen “Schwerter” hoch, besingen stolz ihre gefallenen Brüder und schwören noch viel mehr Drachen zu töten so lange bis keiner mehr übrig ist.
Die inzwischen verweste Prinzessin interessiert sie nicht.

NU METAL

Der Held kommt in einem heruntergekommenen Ford Fiesta an und versucht, gegen den Drachen zu kämpfen. Bei dem Anblick des “Autos” fängt der Drache an zu lachen und verbrennt dabei den NU-Typen zu Tode, weil dessen bescheuerte Baggy-Pants Feuer fangen.

METALCORE

Der Held kommt im Wifebeater und in Camo-Hosen, seine Arme sind über und über tättowiert mit Koi-Karpfen und sein Gesicht zerstochen von Piercings, die er aus dem Metall der Schwerter seiner Feinde gefertigt hat. Er bringt den Drachen nicht um, er ist Veganer und Peta2-Mitglied. Stattdessen schlägt er den Drachen mit unkontrollierten Kickbox-Bewegungen und der Windmühle in die Flucht. Da die Prinzessin raucht und kein einziges straight-edge-Tattoo besitzt, begegnet er ihr mit einem abschätzigen Schnauben (pfff) und bringt die Burg mit ewigen Breakdowns und seinen stampfenden Beatdown-Bewegungen zum Einsturz. Schnell macht er einige Photos von sich selbst, wie er vor der Ruine derbe Hardcore rumsteht. Mit einem “LIVE FOR THIS” verlässt er die Szene.

GRINDCORE

Der Held kommt an, grunzt etwas unidentifizierbares und verschwindet dann nach 42 Sekunden wieder.

NSBM (National Socialist Black Metal)

Hauptartikel: NSBM

Der arische Protagonist erscheint, schreit 18/88 und sucht die Prinzessin, die ihm jedoch wegen seiner grottigen Kurzhaarfrisur und diversen geistigen Mängeln mit völligem Desinteresse begegnet. Vor Wut schickt er den jüdischen Drachen in ein Konzentrationslager. Der Drache kontaktiert Israel und der Protagonist wird wegen rassistischer Verbrechen angeklagt.

WHITE METAL

Der Held sieht den Drachen, hält ihn für einer der vielen Erscheinungsformen Satans und bittet Gott von ihm befreit zu werden. Daraufhin fällt Gottes Zorn in Form eines gewaltigen Blitzes auf den Drachen und erlöst ihn. Die Prinzessin verliebt sich in den Helden und er erklärt ihr dass es keinen Sex vor der Hochzeit gibt.

oder: Der Held kommt zur Burg, stellt fest das der Drache tot aufgepfählt wurde(ebenso wie die Prinzessin) . Daraufhin ermordet der Black Metaller ihn von hinten mit einem Ritualdolch.

HAPPY METAL / FUN METAL

Der Held ruft: Ich bin der Verteidiger des wahren Blödsinns. Aber eben nur des Blödsinns, der Drache tötet den Helden, frisst ihn und stirbt an einer Alkoholvergiftung. Die Prinzessin würde sich ein Ei ablachen, wenn sie eins hätte, da sie aber mehrere millionen Eier hat, kann sie auch mehr verschmerzen.

GORE METAL

Der Held tötet den Drachen mit seiner Kettensäge, verteilt seine Überreste kreuz und quer über dem Burghof. Dann nimmt er sich die Prinzessin, fickt sie, tötet sie, fickt sie, schlitzt sie auf und isst ihre Organe, fickt sie nochmal, verbrennt sie und ähm… fickt sie nochmal.

PAGAN METAL

Der Held kommt mit einem Heidnischen Priester, der melodische Gebete an Wotan singt, während der Held den Drachen mit Thors Hammer bekämpft, verliert und in Valhalla übergeht. Der singende Priester und die Prinzessin sterben ebenfalls und die Bewohner der Burg werden für immer Heldensagen über die Toten singen.

TROLL METAL

Der Held ist ein Troll (bzw. einer der Troll-metal-sänger),welcher nach einem langen Marsch durch den Wald endlich die Höhle des Drachen erreicht. Zusammen mit dem Drachen kocht er dann die Prinzessin in einem großen Kessel. Danach wird sie mit viel Alkohol verspeist und der Troll verspricht, dass er nächstes mal die Prinzessin besorgt.

FUN METAL

Der Held erscheint stock besoffen, verwechselt den Drachen mit der Prinzessin, und fickt ihn. Die Prinzessin wird daraufhin eifersüchtig und tötet den Drachen selbst. Der besoffene Held ist vorerst verwirrt, versteht dann aber doch, dass er etwas verwechselt haben muss und entschuldigt sich bei der Prinzessin, diese ist jedoch schon beleidigt, weist ihn zurück und wartet auf den nächsten Helden.

SPEED METAL

Der Held fährt mit einem Raketenwagen durch den Drachen hindurch, während dieser sprichwörtlich pulverisiert wird. Dann krallt er sich schnell die Prinzessin, nimmt sie mit in den Wagen, fährt los und startet mit ihr während der Fahrt den schnellsten Fick der Welt. Nach 5 Sekunden schlagen sie in die Garage unsres Helden ein.

NEW WAVE OF SWEDISH DEATH METAL

Der Held erscheint und hat ein Problem, er kann sich nicht entscheiden. Er würde gern blutrünstig alles abschlachten, aber auf der anderen Seite mag er es doch schön und würde am liebsten die Prinzessin küssen. Er verwickelt sich so weit in seinen Gedanken, dass der Drache ihn frisst, wieder ausspuckt und meint: “Schmeckt mir zu modern!” woraufhin der Held mit der Prinzessin abzieht und der Drache eine Diät beginnt.

PIRATE METAL

Der Held kommt auf seinem mit Kanonen und vieeeeel Rum vollgepackten Schiff angeschippert, sieht den Drachen, schreit: “HAR, HAR” und feuert alles, was er hat, auf den Drachen ab. Der Drache geht röchelnd zu Boden, durchlöchert von 218374562 Holzsplittern, ca. 2000 leeren Rumflaschen, 666 Säbeln, 2 Stiefeln, einem Papagei im rechten und einem Holzbein im linken Auge. Dann schlägt unser Held die Prinzessin K.O. und schleppt sie mitsamt der neu erbeuteten Rumflaschen mit auf sein Schiff. Nun schreit er noch ein paar Mal: “HAR, HAR”, steckt alles in Brand und verschwindet wieder.

ALTERNATIVE Metal

Der Held kann sich nicht entscheiden, welchen Stil er annehmen soll und produziert bekannte Märchenenden wie: “…und wenn er nicht gestorben ist, dann entscheidet er noch heute” und Ähnliche. Während er noch am Sinnieren ist (und bereits vom Drachen gefressen wurde), kommen die True Metaler und holen ihn aus den Leichenteilen des Drachen raus.

oder

Er hält dem Drachen in einer Rede vor, wie schlecht Bush und die Welt sind, woran der Drache stirbt. Doch er hat zu wenig Erfahrung beim Sex, als dass er die Prinzessin ficken könnte. Also masturbiert er einmal, doch währenddessen hat der Speedmetaller die Prinzessin 5mal gefickt.

DARK METAL

Der Held kommt an, sieht den Drachen, zerfleischt ihn mit eigenen Händen, schlitzt ihn auf und verteilt seine Gedärme vor der Burg der Prinzessin, rettet die Prinzessin, trinkt ihr Blut, fickt sie und isst sich dabei selbst auf. Dann zerteilt er die Prinzessin in 6 Teile: “Rumpf, Arme, Beine, Kopf” und vergräbt sie auf einem Friedhof. Nach einer woche merkt er, dass er sie vermisst und gräbtsie wieder aus und fickt sie ein zweites Mal, verbrennt sie und verbreitet die Pest auf seinem Weg nach Hause.

SYMPHONIC METAL

Der Held bringt 5000 Gastmusiker und 666 Dirigenten mit. Während der Drache noch überlegt wen er zuerst fressen will, bekommt er vom Helden die Jungfrau in den Rachen geschoben, weil sie das 3-fach gestrichene c nicht 2 min lang halten kann und somit für die Symphoniker völlig unbrauchbar ist. Das rauschende Konzert beginnt auch sogleich und der noch von seiner plötzlichen, attraktiven Mahlzeit überraschte Drache wird von der quietschenden, dissonanten Vergewaltigung der Schallwellen durch die 1337 Violinen betäubt. Seine Ohren ertragen diese Schmach nicht länger und fliehen, wodurch seine Gehörnerven der geballten Macht dieser Musik hilflos ausgesetzt werden und sein Gehirn durch die stattfindende Überreizung explodiert.

Nachdem nun alles erledigt ist, artet das Ganze in eine einzige, riesige Sexorgie aus, in der sich gegenseitig mit langen Instrumenten befriedigt wird. Zum krönenden Abschluss werden sämtliche Flöten (1717 an der Zahl) dem Helden rektal eingeführt, wodurch er platzt und das Orchester zufrieden abzieht. Letzteres Ritual gefiel manchen Symphonikern so sehr, dass sie beschließen abzuwandern und eine Melodic Death Metal Band zu gründen.

KIDDIE METAL

Der minderjährige Protagonist kommt zur Höhle des Drachen, zieht seinen viel zu großen Kunstledermantel aus und zeigt dem Drachen stolz sein neues Tokio Hotel Shirt. Nachdem er den Mantel auf dem Boden ausgebreitet hat, fordert er den Drachen zu einer Partie Yu-Gi-OH! heraus; verliert jedoch, da ihm vor zwei Tagen sein super-mega-ultra Monster geklaut wurde. Der Drache frisst siegestaumelnd das Kind, bekommt eine Strafanzeige wegen Kinderschänderei und wird für dreieinhalb Monate eingesperrt. Die Prinzessin verhungert, weil niemand mehr da ist, um sie zu füttern und wird dann nach einigen Jahrzehnten von den True Metalern entdeckt.

FANTASY METAL

Der pickelige Möchtegernheld baut im WoW-Editor die Situation bei Konsum von sechs Litern Cola und drei Tüten Chips nach, spielt sie 72 Mal durch, gibt dann auf und schreibt einen Song darüber.

[Author unbekannt]

Artikel to Heaven

Posted in Meine Gedanken on 7. Februar 2012 by blackdivided

Liebe Mutter,

Du bist nun genau ein Jahr nicht mehr bei mir und es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht an Dich denken muss. Ich erinnere mich dabei an so viele Dinge, die wir gemeinsam erlebten oder ich erlebt habe, weil ich so handelte, wie Du mich gelehrt hast. Wir waren nicht immer wirklich ein gutes Team und sind dabei durch dick und dünn gegangen. Es war für Dich nicht leicht, durch mich und ebenso andersherum. Wir hatten aber auch viele gemeinsame Stunden, Tage, Monate und Jahre. Ich bin aus deinem Schoß gesprungen, ohne das man mich danach fragte ob ich es auch eigentlich wollte. Doch ich war da und hatte die Aufgabe, für dich ein Sohn zu sein.

Ich weiss das ich vieles im Leben nicht wirklich gut gemacht habe, ich nicht nur verletztend sondern auch enttäuschend gewesen bin. Komischerweise, hast Du nur meine Niederlagen erlebt und kaum die Siege, die ich in meinem Leben feiern konnte. Doch hatten wir viele Momente, wo wir uns angekuschelt haben, oder Du mir hast, dass Fahrradfahren beigebracht. Meinen Magen mit leckeren Essen gefüllt und mir eine Schulausbildung ermöglicht. Dafür hast Du viele Entberhungen auf Dich genommen, wo ich es vielleicht einfach versäumt habe, dich dafür zu entschädigen. Doch eines war Dir immer gewiss, meine Liebe zu Dir.

Ich habe sehr viele Erinnerungen an Dich, Momente in denen Du dich hast mit einem Lächeln bedankt, oder auch vor Freude geweint hast. Ich konnte Dir dein Enkelchen zeigen, doch sie Dir nicht für immer zur Verfügung stellen. Du hast Phasen erlebt, wie ich an Stärken und Schwächen gewachsen bin. Die erste Liebe, der erste Kater, mein erstes Lächeln, mein ersten Atemzug und aber auch, meine Enttäuschung, Pickelphase, aufgeschlagene Knie, Knochenbrüche aber auch meinen Gesichtsausdruck, als man mir den Po versohlt hat.

Du warst und bist die einzige Person in meinem Leben, die immer für mich da gewesen ist. Selbst hätte ich wegen Mordes im Knast gesessen, Du hättest zu mir gehalten. Als ich schwer Erkrankte und um mein Leben ringte, hat es Dich schier in den Wahnsinn getrieben. Seit diesem Tage habe ich Dich nie wieder gesehen. Dich noch einmal in den Arm zunehmen, habe ich mir so sehr gewünscht. Zu wissen, dass es Dir nicht gut ging in der Ferne und Du mir zu verstehen gabst, dass alles Gut wird und ich in diesem Moment spürte, dass es das nicht mehr wird.

2 Tage vor deinem Ableben, habe ich Dich im Krankenhaus angerufen, ich befand mich selber in stationärer Behandlung, habe ich sofort gewußt, dass Du mich anlügst und nur damit ich mir keine Sorgen mache. Mit meinen üblichen Worten „Mama, halte die Zähne fest, ich küsse nun“, legtest Du mit den lustiggemeinten Worten “ Du Drecksack“ auf und das waren die letzten Töne von Dir in meinem Ohr. Als Du dann tagsdrauf mich nicht mehr sprechen wolltest, habe ich innerlich sehr gelitten und fühlte mich dermaßen hilflos. Genau vor einem Jahr wachte ich durch ein Gefühl im Traum um halb 8 in der Früh auf, nahm mein Handy in der Hand und versuchte Dich zu erreichen.

Der Stationsarzt, teilte mir am Telefon mit, dass Du um diese Zeit ansprechbar gewesen bist und 10 Minuten später hast alles frei gegeben und bist eingeschlafen. Ich weiß das Du es nicht gerne hören würdest, mit deinem Einschlafen ging so vieles mit Dir in mir. Eine wichtige Säule in meinem Leben und seitdem ist es mir nicht mehr gelungen, dieses zu kompensieren.
Ich kämpfe mich durch mein Leben, mache täglich fortschritte, aber auch viele Fehler, sei es in der Liebe, weil ich nicht geliebt werde, oder auch nur in meinem ganzen Leben.

Oft würde ich auch gerne in den Sack hauen, einfach alles freigeben, doch so hast Du mich nicht erzogen und es würde dir übel aufstossen, es zu lesen. Ich wäre aber nicht dein Sohn, wenn ich nicht so wäre, wie ich bin. Es ist nicht der Tod, der so weh tut, sondern das loslassen an einem Menschen, der für einen am Wichtigsten gewesen ist. Ich kämpfe weiter für ein bißchen Glück, für ein bißchen Zufriedenheit, all jenes, was Du für mich vorgesehen hattest. Es tut mir so vieles Leid und mir ist in den letzten 2 Jahren bewußt geworden, dass wir vielleicht doch ein starkes Team gewesen sind.

In all der Dunkelheit, die uns umgibt, richte ich mein Herz und Gedanken nach Dir und werde als Zeuge dafür dienen, dass es dich gegeben hat. Auf meiner Zunge, wenn ich schmecke, in meinem Herzen, wenn ich fühle und in den Dingen, die ich noch vollziehen werde.

Ich Liebe Dich, dein Sohn!

Kalt gefühlt

Posted in Meine Gedanken on 5. Februar 2012 by blackdivided

Tage im Leben, indem das Bewußtsein nicht nur das wiederspiegelt, was der Alltag daraus macht, sondern die Gedanken viele Gefühle wandelt. Wenn die Frage sich aufhebt, zu hinterfragen, was eigentlich der Gegenstand des aktuellen Seins ist. Sicherlich eine Situation die nicht ein Himmel voller Geigen bedeutet. Eine Sinnkrise ist es auch nicht, allerdings durchaus als eine Form der Depression anzusehen. Wobei eine Depression, durchaus eine tragende und gewichte Rolle spielt.

Der Blick aus dem Fenster gerichtet, schauend aber nicht wirklich darüber nachdenkend, was sich ihm offenbart. Eine Leere breitet sich für einen Moment aus und dann sind sie da, die Gedanken. Ist es all das im Leben was man wirklich wollte, sollte es alles so sein, sollte wirklich alles so verlaufen. Was hat man eigentlich werden wollen, wie sehr ging man einem selbstauferlegten Muster nach. Was stellt man dar und wollte man das auch, wie wurde man eigentlich fremdbestimmt und warum konnte man nicht einfach so sein.

Dazu kommen noch die Begleiter, Hoffnungen, Wünsche, Ziele und Bedürfnisse. Ein ordentlicher Haufen an Welten, die sich eröffnen und darin befindet man sich im freien Fall. Überrollt von Emotionen, die mehr als nur eine Träne auf die Reise schickt. Selbst diese Träne, fühlt sich weich und sanft an und doch verleiht sie ein kaltes Empfinden. Das Seelenbluten beginnt, ohne das irgendwelche Techniken es verhindern könnten. Dann ist der Moment angebrochen, den ich gerne als kalt fühlen bezeichne.

Personen die man liebt, nicht die Liebe vermitteln kann, obwohl man es einfach tun würde, schöne Szenen des Lebens absolut ihre Bedeutung verlieren, die Lebensfreude einen tiefpunkt erlebt. Es einen nicht wirklich berührt, wenn andere Probleme haben. Nur der innere Schmerz und Hilferuf, mit einer Träne nach aussen einen Ausdruck bringt. Die Gemütlichkeit und die Kraft die daraus entsteht, nicht abzurufen ist. Träume sich nicht mehr verwirklichen lassen, aber Träume im Schlaf plötzlich belastend werden. Man wie ein Zombie durch den Tag rennt um diesen einfach endlich zum Ende zu bringen.

Plötzlich sieht man sich aus dem Leben, dem Alltag enthoben. Nicht wirklich darin enthalten und fern ab, jeglichen Kontakt dabei. Fragmente aus dem Leben mischen sich in die Erinnerungen, an die Gedanken daran, welche möglicherweise dazu führten, warum der Kreislauf seine Bahnen zieht, in der emotionalen Welt. Fragen welche nach Antworten verlangen und Antworten, die Gründe vorweisen möchten. Gründe die so verschieden sind, dass man sie nicht mehr wirklich alle zuordnen könnte. Immer mehr entfernt man sich dabei vom Leben, welches andere für richtig erachten und von sich selber.

Der Punkt, an dem man sich selber immer fremder wird. Man sich selber fern ab der eigenen Betrachtung befindet. Es sind keine kritischen Gedanken darüber, viel mehr eine distanzierte Objektivität. Selbstwertgefühl und Selbstbewußtsein, sich stark in den Keller senken, dass eigene Vertrauen flöten geht. Da greift die Depression mit voller Wucht durch und sie ist durch ihre tragende Rolle, ein wichtiges Instrument, sich zu hinterfragen. Danach was möglicherweise absolut falsch läuft. Eben die Option für sich selber auf Ursachenforschung zu gehen und daran zu arbeiten. Für ein Mehrwert an Lebensqualität, zurück zu den eigenen Wurzeln und zur Beantwortung all seiner Fragen.

Es kostet enorme Kraft, sich am eigenen Kragen aus dem Sumpf der Gedanken zu ziehen, dem Blick aus dem Fenster wieder die positiven Aspekte zu verleihen. Welche eine Hummel sein könnte, die friedvoll und fast schleppend durch die Luft brummt um eine tolle farbenprächtige Blüte zu entdecken, um daran ihr Werk zu vollrichten. Den Blick mit Inhalt zu bestücken um sich selber zu sagen, es geht weiter und ich werde mich an dieser Situation weiterentwickeln. Bis eines Tages, am anderen Ende des Verstandes, der Keim wächst, dass Gefühle wieder nahbarer werden, sodass man sich selber wieder leiden mag und sich akzeptiert. Mit allen Schwächen, Stärken und Attribute, für sich und nicht für andere.

Damit auch eben die Momente aufhören, indem man sich einfach mehr Geborgenheit wünscht, sich nach wirklicher Liebe sehnt, verstanden wird und aufatmen kann. Die Ketten der eigenen Geisel sprengt, sich selber versteht, sich selber liebt und glücklich ist. Dazu ist allerdings viel Fleiß von Nöten, wenn man zu nah am Leben lebt und sich nicht wirklich alles schönreden läßt. Denn lieber depressiv sein. als sich die Welt toll denken, denn dann macht man sich einfach was vor. Die Welt ist nicht wirklich toll, man kann sie sich toll machen und sie bietet dazu ihre Gelegenheit. Aber nicht jede Gelegenheit ist die Richtige und dann kommt der Punkt an dem man eigentlich merkt, dass man zwar nicht depressiv ist, sondern eine ganz arme Wurst.

Der Sex-Shop

Posted in Meine Gedanken on 5. Februar 2012 by blackdivided

Wer noch nicht einmal im Leben in einem Sex-Shop gewesen ist, der hat sicherlich auch kein Interesse daran, einen Mehrwert an Lust und Spaß zu erleben. Dank dem virtuellen Rund, hat man diesen Shop auch direkt in der eigenen Wohnstube. Allerdings ist der klassische Besuch vor Ort immer noch ein Genuss, ein Highlight und ein toller Moment mal genauer hinzuschauen. Es gibt ein tolles Füllhorn an skurrilen Szenen und Momente.

Vorab, sollte man sich einfach mal 10 Minuten vor einem Sex-Shop stellen und die Kunden beobachten, wie sie diese Lokalität aufsuchen. Da haben wir zum einen den guten alten Pornoheft-Peter, der mit eiskalter Gesichtslähmung, den Laden stürmt, um die aktuelle Magazin- Ausgabe von “ Dirty Dirte´s Analfürsten “ zu erwerben. Oder der grimmige Gesichtsausdruck, von Oma Heidrun, die einen defekten Dildo umtauschen möchte, weil dieser nicht vibriert. Dann die aufgeschlossenen Paare, die mit breitem lächeln und voller Vorfreude noch ein Tool suchen, um ca. 3 Sekunden mehr Orgasmus zu erleben.

Da gibt es aber auch die sogenannten Adler, die für viele Minuten vor dem Shop rumkreisen, weil sie ihre Schambarriere nicht wirklich überwinden können. Man erkennt sie daran, dass sie leicht verkrampft, schon fast kackbedürftig hin und her wiegen, ständig sich umschauen, ob niemand ihren Versuch in die Welt der Lust vorzudringen beobachtet. Das sind auch die Typen, die nur mit Hartgeld bezahlen, weil an ihren Wichsgriffelchen das Papiergeld kleben würde. Da ist dann auch der Moment, den der tollkühne Shop-Besitzer erkennt und sagt „passt schon, geht auf´s Haus“.

Ist einmal die Türe im Palast des Sex offen, brennen auch schon die Triebe samt Gedankengäule bei allen Kunden durch. Da tropft förmlich der Speichel aus dem Mundwinkel, Schüttelfrost überkommt einen und das Blut in den Augen kocht. Da führt jeder leichte Durchzug, zum galaktischen Höhepunkt. Plötzlich wirkt die Angebots-Gummipuppe für 49€ wie ein absolutes Starlight. Auch selbst wenn der Sprachchip auf bulgarisch nur funktioniert.
Da werden Plastik-Lümmel spontan 10cm länger, als sie eigentlich sind, das eigene Glied größer, dass es nicht einmal in die Plastiktüte passen würde. Kurz um, Graf Porno bläst zum Zapfenstreich.

Was hat ein Sex-Shop nicht alles im Angebot, Dinge die man im Leben noch nie gesehen hat, Dinge die weit über der eigenen Vorstellungskraft liegen. Da haben wir einmal die schmatzende und schlürfende Handvagina, wen man diese richtig zu nehmen weiß, schaltet man die Klitoris frei. Gummidödel, die so dick und krumm sind, dass sie selbst einer Stute die Gebärmutter rausreißen würde, wenn die Gummieichel rumrudert. Netzstrumpfhosen, die so grobmaschig sind, dass in der Verpackung einfach nur ein Einweckgummi liegt. Kondome, die nicht nur nach Zwiebelrollbraten schmecken, sondern auch Ausserirdische passen würden.

Reizwäsche aus allen Rohstoffen, Zuckerperlen, Eßpapier,Baumwolle, Latex,Holz und Eisen. Farbenprächtiger als das närrische Sambatreiben in Rio zum Karneval. Eine grandiose DVD Auswahl an Hardcore, alleine die Titel sind schon oscarwürdig! Graf Draculas bissige Saftfotzen, Wilde Negerstämme, Homo-Zombies oder auch Tierische Killerklits. Selbst die gute deutsche Nationalhymne bekommt man dort auf Compact Disc. Intoniert von den besten Hardcore-Synchronisateuren dieser Welt. Sogar Minzbonbon in Nippelform, Penisform oder Vagina, sind käuflich zu erwerben.

Wer heutzutage Ficken will muss einfach auf dem Gebiet der geilen Lust alles auf dem Kasten haben. Da kann man auch an der Kasse seine helle Freude erleben. Sex sells und so ergibt es sich, dass man für ein wenig Spaß, durchaus mal den Sparstrumpf lüften muss. Nicht selten, steht man vor der Kasse und wundert sich, warum es so stark nach Moschus riecht, weil Lady Loretta sich hat heimlich am Regal mit Parfum eingesprüht, dass selbst Nacktmull zum ausflippen treiben würde. Ebenso die Kunden, die kurz dazwischen funken “ Hey, habe gestern die DVD gekauft, die ist im Arsch“ und der Kassierer kontert “ Da gehört sie auch nicht hin“. Eine Parade der geilsten Leute, die schon vor lauter Vorfreude, kaum das Münzgeld aus der Geldbörse bekommen.

Am Ende, wenn man dann daheim wieder klarer Birne ist und die Hormone nicht mehr so sehr an den Synapsen kratzen, bemerkt man, dass man die Batterien vergessen hat, der Tanga zu klein ist, die DVD keine deutschen Untertitel besitzt, das Gleitmittel eigentlich Schmierstoff für den Vibrator gewesen ist. Der Typ auf der Verpackung beim reinstecken, irgendwie total nach Gummi riecht und Oma Heidrun, sich nun aus Opa Gerd´s Holzbein, einen Armagaddon Dildo geschnitzt hat. Homo-Zombies schneller und länger ficken könen,als man selber und die Minzbonbonschwänzchenbereits 3 Jahre über den MHD liegen.

Übrigens, manche Einkaufstüten sind so anonym, dass selbst Kleinkinder tuscheln „Schau mal, der hat eine total anonyme Tüte“, dass selbige gilt auch für den Online-Versand, wo selbst der Postbote natürlich nicht weiss, was er da zustellt. Da mag ich lieber den Filmvertrieb Muschi Movie´s, die mit knallgelben Klebeband und schwarzer Katze drauf, deutlich zeigen, was Sache ist und seitdem grüßen mich auch meine Nachbarn mehr.

Die Hütte

Posted in Meine Gedanken on 4. Februar 2012 by blackdivided

Es war einer dieser Nächte, in denen ich doch auch mal wirklich Gutes träumte. So ergab es sich in meinen Traumvorstellungen, dass ich am Morgen erwachte und unter deine großen Gänsefederdecke lag. Meine Augen richteten sich auf eine Holzdecke und wanderten im Raum umher. Eine urige und rustikale Berghütte, in der ich mich befand. Im alten Ofen, der teils mit Gas oder Holz betrieben werden konnte, knisterte das Holz in den Flammen.

Die Sonnenstrahlen drangen durch das Fensterchen und erhellte den Raum. Ich sah die Überreste der abendlichen Brotzeit und draussen ertönte die Natur. Ich stand auf und begab mich vor die Türe, welche sich mit einem festen Druck öffnete. Da stand ich nun, mitten vor einer Almhütte und genoss den Anblick der Berge, die sich weit über den Horizont erstreckten. Ein kleiner Bergfluss, plätschert neckisch und verspielt, an mir vorbei.

Die Sonnestrahlen wärmte mich und ein kleiner Kälteschauer durchfloß mich. Doch die Wärme umhüllte mich wohlig, sodass ich mit ein paar Schritten an den kleinen Bergfluss kam. Ich wusch mich,mit dem erfrischenden Quell und atmete tief aus. Der Anblick des saftigen Grün der Wiesen, die sich teilweise bis in das Tal hinein erstreckten, füllte meine Gedanken aus. Der Geruch von Heu, die Düfte der Kräuterwiesen und die frische Luft, schmeichelten meinen Nasenaktivitäten.

Weit ab des Treibens einer Stadt, Straßenverkehr, Lärm und Hektik, genoss ich diesen seelischen Frieden. Mein Tag bestand aus Arbeiten wie das Versorgen von ein paar Kühe, ein paar Schweine und Schafe, die alle samt sich im Kreislauf der Alm befanden. Wie wohl diese Alm sich im Laufe der Jahreszeiten wandeln würden. Die Farben der Natur wechseln und auch die Anforderungen für sich. Sich der Sonne richten, mit ihr aufstehen, mit ihr langsam den Tag beenden. Von der Natur leben, sich mit ihr zu arrangieren und darin die Erfüllung finden. In der Einfachheit des Seins.

Der selbst erstellte Käse, aus Milch die man selbst gemolken hat, dafür die Bergwiesn gemäht zu haben. Frisches und reines Bergwasser,welches dem Tee oder Kaffee ein besonderes Aroma verleiht. Der unglaublich weite Blick auf die Natur, schneebehangende Berge, soweit Auge reicht, grüne Täler, farbenprächtige Pflanzen, heroische Tier der Bergwelt. Das gemütliche Daunenbett, die Holzstühle, das rauhe Klima, die frische Luft, die Selbstständigkeit, der Abstand zum wilden Treiben der Welt. Das Kerzenlicht, welches die Stube ausleuchtet. Eigene Hühnereier zum Backen und das wohl wichtigste Gut, die Freiheit. Glasklare Gletscherseen, kreisende Greifvögel am blauen Himmel und sehr vieles mehr.

Mit diesen Gedanken, drehte ich mich nicht nur im Traum friedlich herum. Das einfache Leben, welches Anspruchsvoll ist, aber dennoch schlicht. Das Verantwortung verlangt, aber auch innere Ruhe schenkt. So schlief ich an einem Heuhaufen liegend, friedlich ein und erwachte in meinem normalen Alltag, indem ich fern von dem gewesen bin, was ich träumte.
Der Alltag kostet sehr viel Energie, mehr als das, was man für ein Leben auf einer Hütte aufbringen muss.

Ein kleiner Wunsch, eine kleine Hoffnung und vielleicht ein kleines Ziel, dass sich in mir nun manifestiert hat. Ein möglicher Hinweis, danach zu streben und alles dafür zu tun, um eben aus seiner eigenen mentalen Zwänge auszubrechen. Mehr Qualität, für weniger Stress, was kann es eigentlich schöneres geben. Wer kommt mit?

Fragmente aus der Kindheit

Posted in Meine Gedanken on 4. Februar 2012 by blackdivided

Am 23.12.1971 um 18:05 Uhr in der St. Lukas-Klinik Solingen, Schwanenstraße 132, erblickte ich an einem winterlichen Tag, dass Licht der Welt. Nach Angaben meiner Mutter, sollte ich in diesem Moment, nicht wirklich ein schönes Baby gewesen sein. Sie erinnerte sich daran, dass ich fast in der Farbe einer Pflaume, meinen Weg nach draussen fand. Abgesehen von der Käseschmiere, konnte man mit meinem vorzeitigen Auftritt auf dieser Welt zufrieden sein. Weihnachten war gerettet und ich schrie mich auf der Neugeburten-Station erst einmal richtig durch.

Meine eigenen Erinnerungen an die Kindheit beginnen als 2 Jähriger Knabe, mit goldblonden Haare, Prinz Eisenherz-Frisur und Zahnlückchen. Auch daran, dass meine Mutter mich in einer Plastikbadewanne in der Küche badete und ich somit aus dem Fenster schauen konnte, wobei ich das Gebäude der naheliegenden Kirche erblickte. Viele Erinnerungen in diesen Jahren, waren geprägt von Neugierde, Angst vor küssenden Tanten, sowie Erfahrungen mit Schmerzen, die man bekam, wenn man hinfiel oder sich den Finger zwischen Tür und Türrahmen quetschte. Seltsamerweise schrie ich mir dabei , wie bei meiner Geburt, die Seele aus dem Leib.

Mit ausgeprägten Lungenflügeln kam der Tag Krabbelstube. Früh am Morgen ging es los und meine Mutter putze mich fein heraus. Beschreiben wir es einfach mal so, sie gab sich sehr viel Mühe, meine Füsschen überhaupt in die Strumpfhose zu bekommen. Übrigens, ich habe noch heute zittrige Hände, wenn ich an meine Strumpfhose denke. Dieses Gefühl von Enge auf der Haut und dem kratzigen Stoff der Strumpfhose. Hier galt, je unangenehmer die Strumpfhose, desto strampliger der kleine Thorsten. Nach erfolgreicher Bändigung durch meine Mutter, ging es zum Kindergarten, Sektion Krabbelstube, Abteilung Goldhelm. Zum Thema Goldhelm fällt mir noch ein, dass meine Mutter bei sich immer eine Bürste bevorzugte und bei mir einen Kamm, dessen Plastikstecken sich nie wirklich mit meiner Kopfhaut angefreundet haben. Ebenso wie das Taschentuch, welches angelullt verwendet wurde, um mir diverse Schokoladenflecken und ähnliches aus dem Gesicht zu wischen.

An diesem Tage, wurde mir zum 1.Mal bewusst, wohl weil es auch der 1. Schritt in die eigene Selbstständigkeit gewesen war, dass meine Mutter nicht immer für mich da sein wird. Hand in Hand gingen wir in das Gebäude, anscheinend musste meine Mutter den Weg gekannt haben, zielstrebig steuerte sie ein kleines Büro an. Dort saß ein Mann an einem Schreibtisch. Er begrüßte meine Mutter freundlich, schaute mich allerdings etwas verwundert an, da ich äusserst skeptisch die Szenerie begutachtete und meine Stirnrunzeln hervorschob. Diese Runzeln vergingen schneller als sie kamen, nämlich zum Zeitpunkt, als sich plötzlich meine Mutter verabschiedete. Nicht nur vom Kindergartenleiter, sondern ebenso von mir. Auch hier wie bei meiner Geburt und das Problem mit der Türe, konterte ich lauthals meine Sorgen heraus. War ich doch gewohnt, dass sich nun meine Mutter umdrehte, mich auf dem Arm nahm und tröstete, sowie das ganze mit einer ordentlichen Portion Kuscheln belohnte. Da habe ich mich ordentlich geirrt gehabt, umso schöner und herzlicher war die Freude über ihr wiederkommen.

Ich wäre nicht ganz der Thorsten gewesen, hätte ich mir nicht was neues einfallen gelassen um einen erneuten Abschied zu verhindern und es ertragen zu müssen. Ich benötigte einige gekonnte Tricks, wie z.B. sich einfach auf dem Weg fallen zu lassen und sich keinen Millimeter zu bewegen. Wer trägt schon gerne, ein bockiges Kleinkind kilometerweit. Dachte ich, meine Mutter nicht. So ging die Krabbelstube einige Jahre mit mir zusammen über die Bühne. An diese Zeit kann ich mich nur noch räumlich erinnern, weil die Kunst dort bestand, dass man betreutes Schlafen erhielt. Im Tagesablauf war es aber immer stets das Gleiche. Ich strampelte, ließ mich fallen, weinte, schlief, freute mich und am Ende des Tages musste ich im Bettchen zum Einschlafen ein kleines Gebet aufsagen, welches ich durch meine Zahnritzen eher mehr nuschelte als aufsagte.

Da ich so goldig gewesen bin, bewachte und behütete mich eine Stoff Negerpuppe, die eine schwarz/weisse Latzhose trug, lustige Augen besaß und rote Lippen aus Filz. Da ich immer erst einmal so tat, als würde ich einschlafen, hatte ich übrigens genug Zeit, aus den roten Lippen, eher mehr rote Fransen zu fummeln. Eine tapfere Puppe, der ich oft in der Nacht beim intensiven Schlafen, meinen Schlafspeichel und Blubberbläschen spendierte. Der Mohr hatte seine Schuldigkeit getan, der Mohr durfte gehen und so kam ein weiterer Stiller Held in meinem Schlafgemacht. Ein blauer Bär, hüstel seit wann gab es blaue Bären, wusste ich natürlich nicht und weil er eine ausreichende Größe besaß, war es mir eigentlich auch bestimmt egal gewesen. Er ertrug alles, üppigste Körperdehnungen, meine Wurfkünste, mein abendliches Bärengequatsche und meine Sabberaktionen. Er fand nach einigen Waschmaschinengänge seinen Frieden wohl in der Mülltonne.

Mülltonne, ein Begriff der mich zu einem Markenzeichen werden ließ, nämlich an dem Tag, als ich 5 Jahre alt gewesen bin und das Privileg erlang in den Kindergarten Abteilung Hort zu dürfen. Eine geniale Zeit, wenn ich mich gerne daran erinnere. Schnell nahmen mich die unterschiedlichen Kinder in ihren Reihen auf. Durch mein zartes äusseres Wesen, war ich auch bei den Mädchen sehr hoch im Kurs und beliebt. Eine Tatsache, die mir zu diesem Zeitpunkt lange Arme gemacht hat. Alle zogen mich am Arm hin und her, jenes und dieses sollte ich mir anschauen. An einem Tag allerdings, war das am Armziehen eines der elementaren Ereignisse in meinem Leben. Sandra Luchtenberg, war ihr Name. Sie zog mich in einem kleinen Raum, in dem nur ein Tisch stand und Stühle herum. Allerdings war über dem Tisch eine große Decke gelegt und es entstand daraus eine Höhle.

Das weckte natürlich meine Neugierde und ich krabbelte als erstes hinein. Natürlich erhoffte ich mir einen Fundus von Süssigkeiten, welche ich gemeinsam mit Sandra aufnaschen würde. Stattdessen lag da nichts Süßes, viel mehr fragte mich Sandra überraschenderweise ob ich schon mal geküsst hätte. Hühü, stolz verkündete ich, ein Fachmann zu sein und meine Mutter wäre der Beweis und Zeuge, meiner Künste. Sandra schien es wenig zu beeindrucken und sie schaute mich ein wenig verdutzt an. Sie ließ aber nicht lange auf sich warten und kam gleich auf dem Punkt. Nein, meinte Sandra, ob ich schon einmal ein Mädchen geküsst habe auf dem Mund. Ich verneinte, es war so abwägig und unverständlich, warum man ein Mädchen küssen sollte und das noch auf dem Mund.

Ich fühlte auch, dass hinfallen nicht wirklich was helfen könnte, da ich bereits auf den Knien hockte und weinen nichts daran änderte, dass Sandra nun von mir einen Kuss verlangte. Ich beugte mich nach vorne zu ihr, sie spitze den Mund, was ich auch tat um den Eindruck zu erwecken, ich sei geübt, vergass dabei aber total, dass ich vorher nur meine Mutter erwähnte. Ich erblickte diesen Glanz auf ihren Lippen, feucht und irgendwie auch komisch, dennoch kam es zu meinem First-Kiss. Glitschig, superschnell und mit knallroten Wangen, erlebte ich diesen glorreichen Moment. Zur allgemeinen Beruhigung nahm ich meine Actionfigur Big Jim in die Hand, krabbelte aus der Höhle heraus und suchte Zielstrebig etwas, worauf die Faust von Big Jim schlagen konnte, wenn ich den passenden Druck auf seinem Rücken ausübte.

Mülltonne, die Erklärung war leichter gesagt als getan. Oft musste mich meine Mutter vom Kindergarten abholen, weil ich grosse Grabungen vorgenommen hatte auf dem Kindergartengelände. Es gab keinen Tag, wo man mich nicht mit samt den Anziehsachen dirket unter die Dusche stellen musste. Eine Fahrt an den Möhnesee mit dem Kindergarten war eine gute Gelegenheit, meinen Namen gerecht zu werden. Hinter dem Gebäude der Jugendherberge, entdeckte ich eine Baustelle mit einer Anhöhe, von der man herrlich in das ausgehoben Matschebett springen konnte. Die Feuerwehr durfte mich dann aus diesem Matsch befreien, weil es sich um einen sumpfartigen Matsch handelte und ich bis zum Halse darin steckte. Natürlich waren alle begeistert, besonders meine Mutter, als man sie anrief und darauf vorbereitete mich bei Ankunft abzuholen.

Meine Mutter verpasste mir deswegen und daraufhin eine robuste kurze Lederhose, an die sich meine Mutter noch viele Jahrzehnte erinneren sollte. So auch, dass eben diese Lederhose oft zum Schneider gebracht werden musste und der Schneider meine Mutter fragte, was denn los sei und wie ein kleiner Fratz wie ich es vermochte, das Leder überhaupt zu löchern. Nun ja, der Höhepunkt ereilte sich, als meine Mutter eines Tages aus dem Küchenfenster schaute und mich an der Ampel auf der Kreuzung standen sah und sich fragte, warum ich ein Baströckchen trug. Irgendwie hatte ich einen guten Schaukeltag erwischt, samt wilder Klettereinheiten durch alles was sich mir in den Weg stellte. Die Lederhose hing komplett in Fetzen an mir herunter, in Streifen und Stücken.

Wie konnte man das ganze noch toppen und seine Eltern an den Rand der Verzweiflung treiben, obgleich man das eigentlich nicht wollte. Diese Frage ergab sich dann auch in regelmäßigen Abständen. Der Tag an dem ich im Kindergarten Rharbarber entdeckte. Ich trommlete meine Kindergartengang zusammen und zeigte Stolz wie ein Entdecker diesen Fund. Wir machten uns auch direkt daran, die Stangen von den großen Blättern zu befreien und hauten unsere Beisserchen hinein. Zucker musste her! Sowas von einem sauren Geschmack hatte ich nie zuvor erlebt. In einer fast schon agentenartigen Weise, besorgten wir den Zucker aus der Küche des Kindergartens und gingen an den Fundort zurück. Wir dippten zufrieden die Stangen in den Zucker und das gecrunche des festen Stengel überbot das Geräusch des Schmatzen.

Mit dem Völlegefühl im Magen, gingen wir in unsere Gruppe des Kindergartens zurück und verkündeten von dieser Tat. Mit grossen Augen und mit einer leichten Form von Entsetzen, gingen die Kindergärtnerinnen mit uns zum Fundort zurück. Ich glaube, es waren nur 40 Minuten, als wir uns alle wieder im Städtischen Krankenhaus Solingen zum Magen auspumpen wiederfanden. Rharbarber schien nicht immer Rharbarber zu sein, umso erstaunlicher fand ein Botaniker, der sich im Krankenhaus die Ehre geben musste darüber, dass wir die Säure überhaupt ertragen hatten, beim verputzen des Grüns. Das die Eltern uns dort abholten und natürlich nicht sehr glücklich darüber gewesen sind, kam dann doch die Erleichterung für sie, dass alles nach dem Erbrechen unbenklich gewesen war.

Dann kam meine Einschulung, einen Tag der mir noch bis heute nachhaltig in Erinnerung geblieben ist. Im Hort befanden sich schon einige in der Grundschule und alle verwiesen daraufhin, dass man an diesem Tage eine Schultüte bekam, ein Füllhorn von Schleckzeug und nützlichen Gegegnständen wie Spielwaren und ähnliches. So konnte ich diesen Tag nicht erwarten und war bereis eher auf den Beinen als meine Mutter. Natürlich hatte ich meine Schultüte immer im Auge, es sollte ihr nichts geschehen und ihr Geheimnis sollte ja noch gelüftet werden.

Wir standen gemeinsam auf dem Schulhof, die Sonne strahle hell vom Himmel herunter und ich kann mich daran erinnern, dass ich immer meine Augen zukneifen musste und mich das äusserst störte. Die Besichtigung der Klasse, die Vorstellung des Lehrers und die Rundgang in der Grundschule, erschienen mir unerträglich lang. Doch dann kam der Moment, wo ich mein Fülhorn genausstens begutachten konnte und mich auf dessen Inhalt konzentrierte. Schokolade, Schleckzeug, Rennautos, Hörspielkassetten oder eine größere Überraschung waren die Begierde meiner Lust. Nun ja, was mich tagelang in seinen Bann zog, zeigte sich als Malkasten, Stifte, Lineal, Radiergummis und Schulzeug. Nie zuvor hatten sich meine Augen so tief in etwas hineinbewegt, sodass mein Augapfel bis zum Schultütenboden fiel und verzweifelt nach den Traum meiner Schultüte suchte.

Metzger des Vertrauens

Posted in Meine Gedanken on 25. Januar 2012 by blackdivided

Wer schon einmal bei einem Metzger seines Vertrauens eingekauft hat, der weiss um die Bedeutung von Herkunft, Zucht und Sauberkeit. Da schmeckt die alte Mortadella doppelt so lecker, da glänzen die feinen Fettstückchen in der Blutwurst gleich richtig toll. Wer hat eigentlich wirklich mal nachgefragt, woher das Rind so nen komischen Blick in der Theke her hat. Ist ja auch ungemein cool, als Kunde, diese Frage zu stellen und weitere 32 Kunden warten darauf, dass es weitergeht.

Der freundliche Metzger, oft mit blutverschmierten Kleidchen, strengen Blick und den Duft von morbider Erde an sich klebend, steht mit Rat und Tat zur Seite. Er kennt sogar noch den Tag an dem das Rind gezeugt wurde, war er doch eigentlich nicht nur der Samenspender sondern auch gleich der Mann der Kuh. Das er den Bauern persönlich kennt, ist natürlich und absolut selbstverständlich Ehrensache. Die Hand die einem kuht, die kaut man nicht und so zückt der Fleischerkönig gekonnt die Daten und Fakten aus der Mütze.

Während die staunenden Kundinnen sich zufrieden ins Handtäschchen greifen, um kölnisch Wasser aufzulegen, weil sonst die Fliegen im Haar brüten, blättert der fragende Kunde sinnlos Seite für Seite im Nachweisordner herum. Zum Glück hat Meister Lammkeule, stets eine putzige Metzgereifachverkäuferin hinter der Theke stehen. Deren Blick aber immer der Gleiche ist, nämlich fragend, wie man am Besten dem Kunden noch 150g Kochschinken vom Pavian andrehen kann. Dabei darf sicherlich auch nicht die obligatorischen Fragen fehlen “ Darf es sonst noch etwas sein?“, oder „Oh, dass sind 500 Gramm zuviel, passt das?“.

Passen würde es, wenn der Tierschreiner seinem Kunden, direkt zum Bauern fährt, denn was hat man sich unter ein paar Zahlen und Namen als Kunde wirklich darunter vorzustellen, wenn man wissen will woher das Hackfleisch kommt. Wichtig wären doch eigentlich nur die Informationen, wie viele Salmonellen wirklich vorhanden sind. Die übrigens natürlich durch die grenzdebile Fachverkäuferin sagenhaft und mit lockerer Sicherheit an den Kunden weitergegeben werden.

Es spielt keine Rolle, ob Putenhals-Petra dabei Handschuhe trägt, wenn sie mit der gleichen Hand nicht nur das Geld und Wechselgeld rotieren lässt, sondern sich zuvor auch noch einen lästigen Juckreiz an der Poperze entledigt hat. Kein wirkliches Wunder, wenn der Laden förmlich zu platzen droht und die Kunden bereits auf der Strasse warten müssen, wie einst im sozialistischen System der DDR. Beim Thema DDR, da hat man auch einfach alles gegessen und sie leben heute noch und da bedurfte es keinerlei Nachweise. Hauptsache das Fleisch sah so aus, schmeckte so und es ließ sich zubereiten.

Was sehr verwundert, was passiert eigentlich mit der ganzen Ware in der Theke. Schätzungsweise 350 Kilo Wurst und 500 Kilo Fleisch liegen üblich in der Auslage. Die Auslage erinnert auch etwas an eine Sonnenbank für Metzgerei-Erzeugnisse. Kaum ist die Lampe ausgeschaltet, sieht das Fleisch grau und die Wurst matt aus. Nicht selten, kauft man etwas Fleischwurst geschnitten und ist entzückt daheim, dass man Salami in der Verpackung hat. Ja, so ein Thekenlicht kann schon gerne mal seine Tücken haben.

Hauptsache, die Tiere sind glücklich in ihre Wurstpelle gesprungen, die Ochsenzunge hat vorher noch saftig abgeleckt und der Industriekäse schimmert im Kasleberkas. Im örtlichen Metzergerei Betrieb, sehen übrigens alle Angestellten nicht wirklich gesund aus. Entweder juckt Ihnen die Kimme zu sehr oder das Pökelnitrat hat Urlaub. „Mag der Kleine, eine Scheibe Fleischwurst?“, “ Nein, aber er würde Ihnen gerne gleich mal in den Arsch treten!“, solche Sätze kommen viel zu wenig vor, wären aber nötig, damit man schneller als Kunde bedient werden kann.

Hoffen wir einfach mal, dass uns der Blick hinter der Theke und im Produktionsbereich erspart bleibt. Es möchte sicherlich niemand wissen, ob der Geselle überhaupt ein Gesundheitszeugnis besitzt und wenn ja, ob dieses verhindert, dass der Geselle die Gelbsucht hat. Persönlich würde ich als Metzger jeden meiner Mitarbeiter auffordern, mindestens einmal am Tag für 30 Minuten in den Räucherofen zu klettern. Da wird selbst der Verkäufermundkäse herzhaft und die letzte Pore an der Haut geschlossen. Können wir uns wirklich sicher sein, dass niemand zuvor sexuelle Handlungen mit dem Produkt oder Ware hatte, immerhin leben Metzger einsam.

Stark deprimiert die Metzger-Innung beim Nachwuchs vegetarische Gesinnung: Nutella-Brot bringt Wurst in Not!

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