Der Sex-Shop

Wer noch nicht einmal im Leben in einem Sex-Shop gewesen ist, der hat sicherlich auch kein Interesse daran, einen Mehrwert an Lust und Spaß zu erleben. Dank dem virtuellen Rund, hat man diesen Shop auch direkt in der eigenen Wohnstube. Allerdings ist der klassische Besuch vor Ort immer noch ein Genuss, ein Highlight und ein toller Moment mal genauer hinzuschauen. Es gibt ein tolles Füllhorn an skurrilen Szenen und Momente.

Vorab, sollte man sich einfach mal 10 Minuten vor einem Sex-Shop stellen und die Kunden beobachten, wie sie diese Lokalität aufsuchen. Da haben wir zum einen den guten alten Pornoheft-Peter, der mit eiskalter Gesichtslähmung, den Laden stürmt, um die aktuelle Magazin- Ausgabe von “ Dirty Dirte´s Analfürsten “ zu erwerben. Oder der grimmige Gesichtsausdruck, von Oma Heidrun, die einen defekten Dildo umtauschen möchte, weil dieser nicht vibriert. Dann die aufgeschlossenen Paare, die mit breitem lächeln und voller Vorfreude noch ein Tool suchen, um ca. 3 Sekunden mehr Orgasmus zu erleben.

Da gibt es aber auch die sogenannten Adler, die für viele Minuten vor dem Shop rumkreisen, weil sie ihre Schambarriere nicht wirklich überwinden können. Man erkennt sie daran, dass sie leicht verkrampft, schon fast kackbedürftig hin und her wiegen, ständig sich umschauen, ob niemand ihren Versuch in die Welt der Lust vorzudringen beobachtet. Das sind auch die Typen, die nur mit Hartgeld bezahlen, weil an ihren Wichsgriffelchen das Papiergeld kleben würde. Da ist dann auch der Moment, den der tollkühne Shop-Besitzer erkennt und sagt „passt schon, geht auf´s Haus“.

Ist einmal die Türe im Palast des Sex offen, brennen auch schon die Triebe samt Gedankengäule bei allen Kunden durch. Da tropft förmlich der Speichel aus dem Mundwinkel, Schüttelfrost überkommt einen und das Blut in den Augen kocht. Da führt jeder leichte Durchzug, zum galaktischen Höhepunkt. Plötzlich wirkt die Angebots-Gummipuppe für 49€ wie ein absolutes Starlight. Auch selbst wenn der Sprachchip auf bulgarisch nur funktioniert.
Da werden Plastik-Lümmel spontan 10cm länger, als sie eigentlich sind, das eigene Glied größer, dass es nicht einmal in die Plastiktüte passen würde. Kurz um, Graf Porno bläst zum Zapfenstreich.

Was hat ein Sex-Shop nicht alles im Angebot, Dinge die man im Leben noch nie gesehen hat, Dinge die weit über der eigenen Vorstellungskraft liegen. Da haben wir einmal die schmatzende und schlürfende Handvagina, wen man diese richtig zu nehmen weiß, schaltet man die Klitoris frei. Gummidödel, die so dick und krumm sind, dass sie selbst einer Stute die Gebärmutter rausreißen würde, wenn die Gummieichel rumrudert. Netzstrumpfhosen, die so grobmaschig sind, dass in der Verpackung einfach nur ein Einweckgummi liegt. Kondome, die nicht nur nach Zwiebelrollbraten schmecken, sondern auch Ausserirdische passen würden.

Reizwäsche aus allen Rohstoffen, Zuckerperlen, Eßpapier,Baumwolle, Latex,Holz und Eisen. Farbenprächtiger als das närrische Sambatreiben in Rio zum Karneval. Eine grandiose DVD Auswahl an Hardcore, alleine die Titel sind schon oscarwürdig! Graf Draculas bissige Saftfotzen, Wilde Negerstämme, Homo-Zombies oder auch Tierische Killerklits. Selbst die gute deutsche Nationalhymne bekommt man dort auf Compact Disc. Intoniert von den besten Hardcore-Synchronisateuren dieser Welt. Sogar Minzbonbon in Nippelform, Penisform oder Vagina, sind käuflich zu erwerben.

Wer heutzutage Ficken will muss einfach auf dem Gebiet der geilen Lust alles auf dem Kasten haben. Da kann man auch an der Kasse seine helle Freude erleben. Sex sells und so ergibt es sich, dass man für ein wenig Spaß, durchaus mal den Sparstrumpf lüften muss. Nicht selten, steht man vor der Kasse und wundert sich, warum es so stark nach Moschus riecht, weil Lady Loretta sich hat heimlich am Regal mit Parfum eingesprüht, dass selbst Nacktmull zum ausflippen treiben würde. Ebenso die Kunden, die kurz dazwischen funken “ Hey, habe gestern die DVD gekauft, die ist im Arsch“ und der Kassierer kontert “ Da gehört sie auch nicht hin“. Eine Parade der geilsten Leute, die schon vor lauter Vorfreude, kaum das Münzgeld aus der Geldbörse bekommen.

Am Ende, wenn man dann daheim wieder klarer Birne ist und die Hormone nicht mehr so sehr an den Synapsen kratzen, bemerkt man, dass man die Batterien vergessen hat, der Tanga zu klein ist, die DVD keine deutschen Untertitel besitzt, das Gleitmittel eigentlich Schmierstoff für den Vibrator gewesen ist. Der Typ auf der Verpackung beim reinstecken, irgendwie total nach Gummi riecht und Oma Heidrun, sich nun aus Opa Gerd´s Holzbein, einen Armagaddon Dildo geschnitzt hat. Homo-Zombies schneller und länger ficken könen,als man selber und die Minzbonbonschwänzchenbereits 3 Jahre über den MHD liegen.

Übrigens, manche Einkaufstüten sind so anonym, dass selbst Kleinkinder tuscheln „Schau mal, der hat eine total anonyme Tüte“, dass selbige gilt auch für den Online-Versand, wo selbst der Postbote natürlich nicht weiss, was er da zustellt. Da mag ich lieber den Filmvertrieb Muschi Movie´s, die mit knallgelben Klebeband und schwarzer Katze drauf, deutlich zeigen, was Sache ist und seitdem grüßen mich auch meine Nachbarn mehr.

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