Archive for the Meine Gedanken Category

Artikel to Heaven

Posted in Meine Gedanken on 7. Februar 2012 by blackdivided

Liebe Mutter,

Du bist nun genau ein Jahr nicht mehr bei mir und es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht an Dich denken muss. Ich erinnere mich dabei an so viele Dinge, die wir gemeinsam erlebten oder ich erlebt habe, weil ich so handelte, wie Du mich gelehrt hast. Wir waren nicht immer wirklich ein gutes Team und sind dabei durch dick und dünn gegangen. Es war für Dich nicht leicht, durch mich und ebenso andersherum. Wir hatten aber auch viele gemeinsame Stunden, Tage, Monate und Jahre. Ich bin aus deinem Schoß gesprungen, ohne das man mich danach fragte ob ich es auch eigentlich wollte. Doch ich war da und hatte die Aufgabe, für dich ein Sohn zu sein.

Ich weiss das ich vieles im Leben nicht wirklich gut gemacht habe, ich nicht nur verletztend sondern auch enttäuschend gewesen bin. Komischerweise, hast Du nur meine Niederlagen erlebt und kaum die Siege, die ich in meinem Leben feiern konnte. Doch hatten wir viele Momente, wo wir uns angekuschelt haben, oder Du mir hast, dass Fahrradfahren beigebracht. Meinen Magen mit leckeren Essen gefüllt und mir eine Schulausbildung ermöglicht. Dafür hast Du viele Entberhungen auf Dich genommen, wo ich es vielleicht einfach versäumt habe, dich dafür zu entschädigen. Doch eines war Dir immer gewiss, meine Liebe zu Dir.

Ich habe sehr viele Erinnerungen an Dich, Momente in denen Du dich hast mit einem Lächeln bedankt, oder auch vor Freude geweint hast. Ich konnte Dir dein Enkelchen zeigen, doch sie Dir nicht für immer zur Verfügung stellen. Du hast Phasen erlebt, wie ich an Stärken und Schwächen gewachsen bin. Die erste Liebe, der erste Kater, mein erstes Lächeln, mein ersten Atemzug und aber auch, meine Enttäuschung, Pickelphase, aufgeschlagene Knie, Knochenbrüche aber auch meinen Gesichtsausdruck, als man mir den Po versohlt hat.

Du warst und bist die einzige Person in meinem Leben, die immer für mich da gewesen ist. Selbst hätte ich wegen Mordes im Knast gesessen, Du hättest zu mir gehalten. Als ich schwer Erkrankte und um mein Leben ringte, hat es Dich schier in den Wahnsinn getrieben. Seit diesem Tage habe ich Dich nie wieder gesehen. Dich noch einmal in den Arm zunehmen, habe ich mir so sehr gewünscht. Zu wissen, dass es Dir nicht gut ging in der Ferne und Du mir zu verstehen gabst, dass alles Gut wird und ich in diesem Moment spürte, dass es das nicht mehr wird.

2 Tage vor deinem Ableben, habe ich Dich im Krankenhaus angerufen, ich befand mich selber in stationärer Behandlung, habe ich sofort gewußt, dass Du mich anlügst und nur damit ich mir keine Sorgen mache. Mit meinen üblichen Worten „Mama, halte die Zähne fest, ich küsse nun“, legtest Du mit den lustiggemeinten Worten “ Du Drecksack“ auf und das waren die letzten Töne von Dir in meinem Ohr. Als Du dann tagsdrauf mich nicht mehr sprechen wolltest, habe ich innerlich sehr gelitten und fühlte mich dermaßen hilflos. Genau vor einem Jahr wachte ich durch ein Gefühl im Traum um halb 8 in der Früh auf, nahm mein Handy in der Hand und versuchte Dich zu erreichen.

Der Stationsarzt, teilte mir am Telefon mit, dass Du um diese Zeit ansprechbar gewesen bist und 10 Minuten später hast alles frei gegeben und bist eingeschlafen. Ich weiß das Du es nicht gerne hören würdest, mit deinem Einschlafen ging so vieles mit Dir in mir. Eine wichtige Säule in meinem Leben und seitdem ist es mir nicht mehr gelungen, dieses zu kompensieren.
Ich kämpfe mich durch mein Leben, mache täglich fortschritte, aber auch viele Fehler, sei es in der Liebe, weil ich nicht geliebt werde, oder auch nur in meinem ganzen Leben.

Oft würde ich auch gerne in den Sack hauen, einfach alles freigeben, doch so hast Du mich nicht erzogen und es würde dir übel aufstossen, es zu lesen. Ich wäre aber nicht dein Sohn, wenn ich nicht so wäre, wie ich bin. Es ist nicht der Tod, der so weh tut, sondern das loslassen an einem Menschen, der für einen am Wichtigsten gewesen ist. Ich kämpfe weiter für ein bißchen Glück, für ein bißchen Zufriedenheit, all jenes, was Du für mich vorgesehen hattest. Es tut mir so vieles Leid und mir ist in den letzten 2 Jahren bewußt geworden, dass wir vielleicht doch ein starkes Team gewesen sind.

In all der Dunkelheit, die uns umgibt, richte ich mein Herz und Gedanken nach Dir und werde als Zeuge dafür dienen, dass es dich gegeben hat. Auf meiner Zunge, wenn ich schmecke, in meinem Herzen, wenn ich fühle und in den Dingen, die ich noch vollziehen werde.

Ich Liebe Dich, dein Sohn!

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Kalt gefühlt

Posted in Meine Gedanken on 5. Februar 2012 by blackdivided

Tage im Leben, indem das Bewußtsein nicht nur das wiederspiegelt, was der Alltag daraus macht, sondern die Gedanken viele Gefühle wandelt. Wenn die Frage sich aufhebt, zu hinterfragen, was eigentlich der Gegenstand des aktuellen Seins ist. Sicherlich eine Situation die nicht ein Himmel voller Geigen bedeutet. Eine Sinnkrise ist es auch nicht, allerdings durchaus als eine Form der Depression anzusehen. Wobei eine Depression, durchaus eine tragende und gewichte Rolle spielt.

Der Blick aus dem Fenster gerichtet, schauend aber nicht wirklich darüber nachdenkend, was sich ihm offenbart. Eine Leere breitet sich für einen Moment aus und dann sind sie da, die Gedanken. Ist es all das im Leben was man wirklich wollte, sollte es alles so sein, sollte wirklich alles so verlaufen. Was hat man eigentlich werden wollen, wie sehr ging man einem selbstauferlegten Muster nach. Was stellt man dar und wollte man das auch, wie wurde man eigentlich fremdbestimmt und warum konnte man nicht einfach so sein.

Dazu kommen noch die Begleiter, Hoffnungen, Wünsche, Ziele und Bedürfnisse. Ein ordentlicher Haufen an Welten, die sich eröffnen und darin befindet man sich im freien Fall. Überrollt von Emotionen, die mehr als nur eine Träne auf die Reise schickt. Selbst diese Träne, fühlt sich weich und sanft an und doch verleiht sie ein kaltes Empfinden. Das Seelenbluten beginnt, ohne das irgendwelche Techniken es verhindern könnten. Dann ist der Moment angebrochen, den ich gerne als kalt fühlen bezeichne.

Personen die man liebt, nicht die Liebe vermitteln kann, obwohl man es einfach tun würde, schöne Szenen des Lebens absolut ihre Bedeutung verlieren, die Lebensfreude einen tiefpunkt erlebt. Es einen nicht wirklich berührt, wenn andere Probleme haben. Nur der innere Schmerz und Hilferuf, mit einer Träne nach aussen einen Ausdruck bringt. Die Gemütlichkeit und die Kraft die daraus entsteht, nicht abzurufen ist. Träume sich nicht mehr verwirklichen lassen, aber Träume im Schlaf plötzlich belastend werden. Man wie ein Zombie durch den Tag rennt um diesen einfach endlich zum Ende zu bringen.

Plötzlich sieht man sich aus dem Leben, dem Alltag enthoben. Nicht wirklich darin enthalten und fern ab, jeglichen Kontakt dabei. Fragmente aus dem Leben mischen sich in die Erinnerungen, an die Gedanken daran, welche möglicherweise dazu führten, warum der Kreislauf seine Bahnen zieht, in der emotionalen Welt. Fragen welche nach Antworten verlangen und Antworten, die Gründe vorweisen möchten. Gründe die so verschieden sind, dass man sie nicht mehr wirklich alle zuordnen könnte. Immer mehr entfernt man sich dabei vom Leben, welches andere für richtig erachten und von sich selber.

Der Punkt, an dem man sich selber immer fremder wird. Man sich selber fern ab der eigenen Betrachtung befindet. Es sind keine kritischen Gedanken darüber, viel mehr eine distanzierte Objektivität. Selbstwertgefühl und Selbstbewußtsein, sich stark in den Keller senken, dass eigene Vertrauen flöten geht. Da greift die Depression mit voller Wucht durch und sie ist durch ihre tragende Rolle, ein wichtiges Instrument, sich zu hinterfragen. Danach was möglicherweise absolut falsch läuft. Eben die Option für sich selber auf Ursachenforschung zu gehen und daran zu arbeiten. Für ein Mehrwert an Lebensqualität, zurück zu den eigenen Wurzeln und zur Beantwortung all seiner Fragen.

Es kostet enorme Kraft, sich am eigenen Kragen aus dem Sumpf der Gedanken zu ziehen, dem Blick aus dem Fenster wieder die positiven Aspekte zu verleihen. Welche eine Hummel sein könnte, die friedvoll und fast schleppend durch die Luft brummt um eine tolle farbenprächtige Blüte zu entdecken, um daran ihr Werk zu vollrichten. Den Blick mit Inhalt zu bestücken um sich selber zu sagen, es geht weiter und ich werde mich an dieser Situation weiterentwickeln. Bis eines Tages, am anderen Ende des Verstandes, der Keim wächst, dass Gefühle wieder nahbarer werden, sodass man sich selber wieder leiden mag und sich akzeptiert. Mit allen Schwächen, Stärken und Attribute, für sich und nicht für andere.

Damit auch eben die Momente aufhören, indem man sich einfach mehr Geborgenheit wünscht, sich nach wirklicher Liebe sehnt, verstanden wird und aufatmen kann. Die Ketten der eigenen Geisel sprengt, sich selber versteht, sich selber liebt und glücklich ist. Dazu ist allerdings viel Fleiß von Nöten, wenn man zu nah am Leben lebt und sich nicht wirklich alles schönreden läßt. Denn lieber depressiv sein. als sich die Welt toll denken, denn dann macht man sich einfach was vor. Die Welt ist nicht wirklich toll, man kann sie sich toll machen und sie bietet dazu ihre Gelegenheit. Aber nicht jede Gelegenheit ist die Richtige und dann kommt der Punkt an dem man eigentlich merkt, dass man zwar nicht depressiv ist, sondern eine ganz arme Wurst.

Der Sex-Shop

Posted in Meine Gedanken on 5. Februar 2012 by blackdivided

Wer noch nicht einmal im Leben in einem Sex-Shop gewesen ist, der hat sicherlich auch kein Interesse daran, einen Mehrwert an Lust und Spaß zu erleben. Dank dem virtuellen Rund, hat man diesen Shop auch direkt in der eigenen Wohnstube. Allerdings ist der klassische Besuch vor Ort immer noch ein Genuss, ein Highlight und ein toller Moment mal genauer hinzuschauen. Es gibt ein tolles Füllhorn an skurrilen Szenen und Momente.

Vorab, sollte man sich einfach mal 10 Minuten vor einem Sex-Shop stellen und die Kunden beobachten, wie sie diese Lokalität aufsuchen. Da haben wir zum einen den guten alten Pornoheft-Peter, der mit eiskalter Gesichtslähmung, den Laden stürmt, um die aktuelle Magazin- Ausgabe von “ Dirty Dirte´s Analfürsten “ zu erwerben. Oder der grimmige Gesichtsausdruck, von Oma Heidrun, die einen defekten Dildo umtauschen möchte, weil dieser nicht vibriert. Dann die aufgeschlossenen Paare, die mit breitem lächeln und voller Vorfreude noch ein Tool suchen, um ca. 3 Sekunden mehr Orgasmus zu erleben.

Da gibt es aber auch die sogenannten Adler, die für viele Minuten vor dem Shop rumkreisen, weil sie ihre Schambarriere nicht wirklich überwinden können. Man erkennt sie daran, dass sie leicht verkrampft, schon fast kackbedürftig hin und her wiegen, ständig sich umschauen, ob niemand ihren Versuch in die Welt der Lust vorzudringen beobachtet. Das sind auch die Typen, die nur mit Hartgeld bezahlen, weil an ihren Wichsgriffelchen das Papiergeld kleben würde. Da ist dann auch der Moment, den der tollkühne Shop-Besitzer erkennt und sagt „passt schon, geht auf´s Haus“.

Ist einmal die Türe im Palast des Sex offen, brennen auch schon die Triebe samt Gedankengäule bei allen Kunden durch. Da tropft förmlich der Speichel aus dem Mundwinkel, Schüttelfrost überkommt einen und das Blut in den Augen kocht. Da führt jeder leichte Durchzug, zum galaktischen Höhepunkt. Plötzlich wirkt die Angebots-Gummipuppe für 49€ wie ein absolutes Starlight. Auch selbst wenn der Sprachchip auf bulgarisch nur funktioniert.
Da werden Plastik-Lümmel spontan 10cm länger, als sie eigentlich sind, das eigene Glied größer, dass es nicht einmal in die Plastiktüte passen würde. Kurz um, Graf Porno bläst zum Zapfenstreich.

Was hat ein Sex-Shop nicht alles im Angebot, Dinge die man im Leben noch nie gesehen hat, Dinge die weit über der eigenen Vorstellungskraft liegen. Da haben wir einmal die schmatzende und schlürfende Handvagina, wen man diese richtig zu nehmen weiß, schaltet man die Klitoris frei. Gummidödel, die so dick und krumm sind, dass sie selbst einer Stute die Gebärmutter rausreißen würde, wenn die Gummieichel rumrudert. Netzstrumpfhosen, die so grobmaschig sind, dass in der Verpackung einfach nur ein Einweckgummi liegt. Kondome, die nicht nur nach Zwiebelrollbraten schmecken, sondern auch Ausserirdische passen würden.

Reizwäsche aus allen Rohstoffen, Zuckerperlen, Eßpapier,Baumwolle, Latex,Holz und Eisen. Farbenprächtiger als das närrische Sambatreiben in Rio zum Karneval. Eine grandiose DVD Auswahl an Hardcore, alleine die Titel sind schon oscarwürdig! Graf Draculas bissige Saftfotzen, Wilde Negerstämme, Homo-Zombies oder auch Tierische Killerklits. Selbst die gute deutsche Nationalhymne bekommt man dort auf Compact Disc. Intoniert von den besten Hardcore-Synchronisateuren dieser Welt. Sogar Minzbonbon in Nippelform, Penisform oder Vagina, sind käuflich zu erwerben.

Wer heutzutage Ficken will muss einfach auf dem Gebiet der geilen Lust alles auf dem Kasten haben. Da kann man auch an der Kasse seine helle Freude erleben. Sex sells und so ergibt es sich, dass man für ein wenig Spaß, durchaus mal den Sparstrumpf lüften muss. Nicht selten, steht man vor der Kasse und wundert sich, warum es so stark nach Moschus riecht, weil Lady Loretta sich hat heimlich am Regal mit Parfum eingesprüht, dass selbst Nacktmull zum ausflippen treiben würde. Ebenso die Kunden, die kurz dazwischen funken “ Hey, habe gestern die DVD gekauft, die ist im Arsch“ und der Kassierer kontert “ Da gehört sie auch nicht hin“. Eine Parade der geilsten Leute, die schon vor lauter Vorfreude, kaum das Münzgeld aus der Geldbörse bekommen.

Am Ende, wenn man dann daheim wieder klarer Birne ist und die Hormone nicht mehr so sehr an den Synapsen kratzen, bemerkt man, dass man die Batterien vergessen hat, der Tanga zu klein ist, die DVD keine deutschen Untertitel besitzt, das Gleitmittel eigentlich Schmierstoff für den Vibrator gewesen ist. Der Typ auf der Verpackung beim reinstecken, irgendwie total nach Gummi riecht und Oma Heidrun, sich nun aus Opa Gerd´s Holzbein, einen Armagaddon Dildo geschnitzt hat. Homo-Zombies schneller und länger ficken könen,als man selber und die Minzbonbonschwänzchenbereits 3 Jahre über den MHD liegen.

Übrigens, manche Einkaufstüten sind so anonym, dass selbst Kleinkinder tuscheln „Schau mal, der hat eine total anonyme Tüte“, dass selbige gilt auch für den Online-Versand, wo selbst der Postbote natürlich nicht weiss, was er da zustellt. Da mag ich lieber den Filmvertrieb Muschi Movie´s, die mit knallgelben Klebeband und schwarzer Katze drauf, deutlich zeigen, was Sache ist und seitdem grüßen mich auch meine Nachbarn mehr.

Die Hütte

Posted in Meine Gedanken on 4. Februar 2012 by blackdivided

Es war einer dieser Nächte, in denen ich doch auch mal wirklich Gutes träumte. So ergab es sich in meinen Traumvorstellungen, dass ich am Morgen erwachte und unter deine großen Gänsefederdecke lag. Meine Augen richteten sich auf eine Holzdecke und wanderten im Raum umher. Eine urige und rustikale Berghütte, in der ich mich befand. Im alten Ofen, der teils mit Gas oder Holz betrieben werden konnte, knisterte das Holz in den Flammen.

Die Sonnenstrahlen drangen durch das Fensterchen und erhellte den Raum. Ich sah die Überreste der abendlichen Brotzeit und draussen ertönte die Natur. Ich stand auf und begab mich vor die Türe, welche sich mit einem festen Druck öffnete. Da stand ich nun, mitten vor einer Almhütte und genoss den Anblick der Berge, die sich weit über den Horizont erstreckten. Ein kleiner Bergfluss, plätschert neckisch und verspielt, an mir vorbei.

Die Sonnestrahlen wärmte mich und ein kleiner Kälteschauer durchfloß mich. Doch die Wärme umhüllte mich wohlig, sodass ich mit ein paar Schritten an den kleinen Bergfluss kam. Ich wusch mich,mit dem erfrischenden Quell und atmete tief aus. Der Anblick des saftigen Grün der Wiesen, die sich teilweise bis in das Tal hinein erstreckten, füllte meine Gedanken aus. Der Geruch von Heu, die Düfte der Kräuterwiesen und die frische Luft, schmeichelten meinen Nasenaktivitäten.

Weit ab des Treibens einer Stadt, Straßenverkehr, Lärm und Hektik, genoss ich diesen seelischen Frieden. Mein Tag bestand aus Arbeiten wie das Versorgen von ein paar Kühe, ein paar Schweine und Schafe, die alle samt sich im Kreislauf der Alm befanden. Wie wohl diese Alm sich im Laufe der Jahreszeiten wandeln würden. Die Farben der Natur wechseln und auch die Anforderungen für sich. Sich der Sonne richten, mit ihr aufstehen, mit ihr langsam den Tag beenden. Von der Natur leben, sich mit ihr zu arrangieren und darin die Erfüllung finden. In der Einfachheit des Seins.

Der selbst erstellte Käse, aus Milch die man selbst gemolken hat, dafür die Bergwiesn gemäht zu haben. Frisches und reines Bergwasser,welches dem Tee oder Kaffee ein besonderes Aroma verleiht. Der unglaublich weite Blick auf die Natur, schneebehangende Berge, soweit Auge reicht, grüne Täler, farbenprächtige Pflanzen, heroische Tier der Bergwelt. Das gemütliche Daunenbett, die Holzstühle, das rauhe Klima, die frische Luft, die Selbstständigkeit, der Abstand zum wilden Treiben der Welt. Das Kerzenlicht, welches die Stube ausleuchtet. Eigene Hühnereier zum Backen und das wohl wichtigste Gut, die Freiheit. Glasklare Gletscherseen, kreisende Greifvögel am blauen Himmel und sehr vieles mehr.

Mit diesen Gedanken, drehte ich mich nicht nur im Traum friedlich herum. Das einfache Leben, welches Anspruchsvoll ist, aber dennoch schlicht. Das Verantwortung verlangt, aber auch innere Ruhe schenkt. So schlief ich an einem Heuhaufen liegend, friedlich ein und erwachte in meinem normalen Alltag, indem ich fern von dem gewesen bin, was ich träumte.
Der Alltag kostet sehr viel Energie, mehr als das, was man für ein Leben auf einer Hütte aufbringen muss.

Ein kleiner Wunsch, eine kleine Hoffnung und vielleicht ein kleines Ziel, dass sich in mir nun manifestiert hat. Ein möglicher Hinweis, danach zu streben und alles dafür zu tun, um eben aus seiner eigenen mentalen Zwänge auszubrechen. Mehr Qualität, für weniger Stress, was kann es eigentlich schöneres geben. Wer kommt mit?

Fragmente aus der Kindheit

Posted in Meine Gedanken on 4. Februar 2012 by blackdivided

Am 23.12.1971 um 18:05 Uhr in der St. Lukas-Klinik Solingen, Schwanenstraße 132, erblickte ich an einem winterlichen Tag, dass Licht der Welt. Nach Angaben meiner Mutter, sollte ich in diesem Moment, nicht wirklich ein schönes Baby gewesen sein. Sie erinnerte sich daran, dass ich fast in der Farbe einer Pflaume, meinen Weg nach draussen fand. Abgesehen von der Käseschmiere, konnte man mit meinem vorzeitigen Auftritt auf dieser Welt zufrieden sein. Weihnachten war gerettet und ich schrie mich auf der Neugeburten-Station erst einmal richtig durch.

Meine eigenen Erinnerungen an die Kindheit beginnen als 2 Jähriger Knabe, mit goldblonden Haare, Prinz Eisenherz-Frisur und Zahnlückchen. Auch daran, dass meine Mutter mich in einer Plastikbadewanne in der Küche badete und ich somit aus dem Fenster schauen konnte, wobei ich das Gebäude der naheliegenden Kirche erblickte. Viele Erinnerungen in diesen Jahren, waren geprägt von Neugierde, Angst vor küssenden Tanten, sowie Erfahrungen mit Schmerzen, die man bekam, wenn man hinfiel oder sich den Finger zwischen Tür und Türrahmen quetschte. Seltsamerweise schrie ich mir dabei , wie bei meiner Geburt, die Seele aus dem Leib.

Mit ausgeprägten Lungenflügeln kam der Tag Krabbelstube. Früh am Morgen ging es los und meine Mutter putze mich fein heraus. Beschreiben wir es einfach mal so, sie gab sich sehr viel Mühe, meine Füsschen überhaupt in die Strumpfhose zu bekommen. Übrigens, ich habe noch heute zittrige Hände, wenn ich an meine Strumpfhose denke. Dieses Gefühl von Enge auf der Haut und dem kratzigen Stoff der Strumpfhose. Hier galt, je unangenehmer die Strumpfhose, desto strampliger der kleine Thorsten. Nach erfolgreicher Bändigung durch meine Mutter, ging es zum Kindergarten, Sektion Krabbelstube, Abteilung Goldhelm. Zum Thema Goldhelm fällt mir noch ein, dass meine Mutter bei sich immer eine Bürste bevorzugte und bei mir einen Kamm, dessen Plastikstecken sich nie wirklich mit meiner Kopfhaut angefreundet haben. Ebenso wie das Taschentuch, welches angelullt verwendet wurde, um mir diverse Schokoladenflecken und ähnliches aus dem Gesicht zu wischen.

An diesem Tage, wurde mir zum 1.Mal bewusst, wohl weil es auch der 1. Schritt in die eigene Selbstständigkeit gewesen war, dass meine Mutter nicht immer für mich da sein wird. Hand in Hand gingen wir in das Gebäude, anscheinend musste meine Mutter den Weg gekannt haben, zielstrebig steuerte sie ein kleines Büro an. Dort saß ein Mann an einem Schreibtisch. Er begrüßte meine Mutter freundlich, schaute mich allerdings etwas verwundert an, da ich äusserst skeptisch die Szenerie begutachtete und meine Stirnrunzeln hervorschob. Diese Runzeln vergingen schneller als sie kamen, nämlich zum Zeitpunkt, als sich plötzlich meine Mutter verabschiedete. Nicht nur vom Kindergartenleiter, sondern ebenso von mir. Auch hier wie bei meiner Geburt und das Problem mit der Türe, konterte ich lauthals meine Sorgen heraus. War ich doch gewohnt, dass sich nun meine Mutter umdrehte, mich auf dem Arm nahm und tröstete, sowie das ganze mit einer ordentlichen Portion Kuscheln belohnte. Da habe ich mich ordentlich geirrt gehabt, umso schöner und herzlicher war die Freude über ihr wiederkommen.

Ich wäre nicht ganz der Thorsten gewesen, hätte ich mir nicht was neues einfallen gelassen um einen erneuten Abschied zu verhindern und es ertragen zu müssen. Ich benötigte einige gekonnte Tricks, wie z.B. sich einfach auf dem Weg fallen zu lassen und sich keinen Millimeter zu bewegen. Wer trägt schon gerne, ein bockiges Kleinkind kilometerweit. Dachte ich, meine Mutter nicht. So ging die Krabbelstube einige Jahre mit mir zusammen über die Bühne. An diese Zeit kann ich mich nur noch räumlich erinnern, weil die Kunst dort bestand, dass man betreutes Schlafen erhielt. Im Tagesablauf war es aber immer stets das Gleiche. Ich strampelte, ließ mich fallen, weinte, schlief, freute mich und am Ende des Tages musste ich im Bettchen zum Einschlafen ein kleines Gebet aufsagen, welches ich durch meine Zahnritzen eher mehr nuschelte als aufsagte.

Da ich so goldig gewesen bin, bewachte und behütete mich eine Stoff Negerpuppe, die eine schwarz/weisse Latzhose trug, lustige Augen besaß und rote Lippen aus Filz. Da ich immer erst einmal so tat, als würde ich einschlafen, hatte ich übrigens genug Zeit, aus den roten Lippen, eher mehr rote Fransen zu fummeln. Eine tapfere Puppe, der ich oft in der Nacht beim intensiven Schlafen, meinen Schlafspeichel und Blubberbläschen spendierte. Der Mohr hatte seine Schuldigkeit getan, der Mohr durfte gehen und so kam ein weiterer Stiller Held in meinem Schlafgemacht. Ein blauer Bär, hüstel seit wann gab es blaue Bären, wusste ich natürlich nicht und weil er eine ausreichende Größe besaß, war es mir eigentlich auch bestimmt egal gewesen. Er ertrug alles, üppigste Körperdehnungen, meine Wurfkünste, mein abendliches Bärengequatsche und meine Sabberaktionen. Er fand nach einigen Waschmaschinengänge seinen Frieden wohl in der Mülltonne.

Mülltonne, ein Begriff der mich zu einem Markenzeichen werden ließ, nämlich an dem Tag, als ich 5 Jahre alt gewesen bin und das Privileg erlang in den Kindergarten Abteilung Hort zu dürfen. Eine geniale Zeit, wenn ich mich gerne daran erinnere. Schnell nahmen mich die unterschiedlichen Kinder in ihren Reihen auf. Durch mein zartes äusseres Wesen, war ich auch bei den Mädchen sehr hoch im Kurs und beliebt. Eine Tatsache, die mir zu diesem Zeitpunkt lange Arme gemacht hat. Alle zogen mich am Arm hin und her, jenes und dieses sollte ich mir anschauen. An einem Tag allerdings, war das am Armziehen eines der elementaren Ereignisse in meinem Leben. Sandra Luchtenberg, war ihr Name. Sie zog mich in einem kleinen Raum, in dem nur ein Tisch stand und Stühle herum. Allerdings war über dem Tisch eine große Decke gelegt und es entstand daraus eine Höhle.

Das weckte natürlich meine Neugierde und ich krabbelte als erstes hinein. Natürlich erhoffte ich mir einen Fundus von Süssigkeiten, welche ich gemeinsam mit Sandra aufnaschen würde. Stattdessen lag da nichts Süßes, viel mehr fragte mich Sandra überraschenderweise ob ich schon mal geküsst hätte. Hühü, stolz verkündete ich, ein Fachmann zu sein und meine Mutter wäre der Beweis und Zeuge, meiner Künste. Sandra schien es wenig zu beeindrucken und sie schaute mich ein wenig verdutzt an. Sie ließ aber nicht lange auf sich warten und kam gleich auf dem Punkt. Nein, meinte Sandra, ob ich schon einmal ein Mädchen geküsst habe auf dem Mund. Ich verneinte, es war so abwägig und unverständlich, warum man ein Mädchen küssen sollte und das noch auf dem Mund.

Ich fühlte auch, dass hinfallen nicht wirklich was helfen könnte, da ich bereits auf den Knien hockte und weinen nichts daran änderte, dass Sandra nun von mir einen Kuss verlangte. Ich beugte mich nach vorne zu ihr, sie spitze den Mund, was ich auch tat um den Eindruck zu erwecken, ich sei geübt, vergass dabei aber total, dass ich vorher nur meine Mutter erwähnte. Ich erblickte diesen Glanz auf ihren Lippen, feucht und irgendwie auch komisch, dennoch kam es zu meinem First-Kiss. Glitschig, superschnell und mit knallroten Wangen, erlebte ich diesen glorreichen Moment. Zur allgemeinen Beruhigung nahm ich meine Actionfigur Big Jim in die Hand, krabbelte aus der Höhle heraus und suchte Zielstrebig etwas, worauf die Faust von Big Jim schlagen konnte, wenn ich den passenden Druck auf seinem Rücken ausübte.

Mülltonne, die Erklärung war leichter gesagt als getan. Oft musste mich meine Mutter vom Kindergarten abholen, weil ich grosse Grabungen vorgenommen hatte auf dem Kindergartengelände. Es gab keinen Tag, wo man mich nicht mit samt den Anziehsachen dirket unter die Dusche stellen musste. Eine Fahrt an den Möhnesee mit dem Kindergarten war eine gute Gelegenheit, meinen Namen gerecht zu werden. Hinter dem Gebäude der Jugendherberge, entdeckte ich eine Baustelle mit einer Anhöhe, von der man herrlich in das ausgehoben Matschebett springen konnte. Die Feuerwehr durfte mich dann aus diesem Matsch befreien, weil es sich um einen sumpfartigen Matsch handelte und ich bis zum Halse darin steckte. Natürlich waren alle begeistert, besonders meine Mutter, als man sie anrief und darauf vorbereitete mich bei Ankunft abzuholen.

Meine Mutter verpasste mir deswegen und daraufhin eine robuste kurze Lederhose, an die sich meine Mutter noch viele Jahrzehnte erinneren sollte. So auch, dass eben diese Lederhose oft zum Schneider gebracht werden musste und der Schneider meine Mutter fragte, was denn los sei und wie ein kleiner Fratz wie ich es vermochte, das Leder überhaupt zu löchern. Nun ja, der Höhepunkt ereilte sich, als meine Mutter eines Tages aus dem Küchenfenster schaute und mich an der Ampel auf der Kreuzung standen sah und sich fragte, warum ich ein Baströckchen trug. Irgendwie hatte ich einen guten Schaukeltag erwischt, samt wilder Klettereinheiten durch alles was sich mir in den Weg stellte. Die Lederhose hing komplett in Fetzen an mir herunter, in Streifen und Stücken.

Wie konnte man das ganze noch toppen und seine Eltern an den Rand der Verzweiflung treiben, obgleich man das eigentlich nicht wollte. Diese Frage ergab sich dann auch in regelmäßigen Abständen. Der Tag an dem ich im Kindergarten Rharbarber entdeckte. Ich trommlete meine Kindergartengang zusammen und zeigte Stolz wie ein Entdecker diesen Fund. Wir machten uns auch direkt daran, die Stangen von den großen Blättern zu befreien und hauten unsere Beisserchen hinein. Zucker musste her! Sowas von einem sauren Geschmack hatte ich nie zuvor erlebt. In einer fast schon agentenartigen Weise, besorgten wir den Zucker aus der Küche des Kindergartens und gingen an den Fundort zurück. Wir dippten zufrieden die Stangen in den Zucker und das gecrunche des festen Stengel überbot das Geräusch des Schmatzen.

Mit dem Völlegefühl im Magen, gingen wir in unsere Gruppe des Kindergartens zurück und verkündeten von dieser Tat. Mit grossen Augen und mit einer leichten Form von Entsetzen, gingen die Kindergärtnerinnen mit uns zum Fundort zurück. Ich glaube, es waren nur 40 Minuten, als wir uns alle wieder im Städtischen Krankenhaus Solingen zum Magen auspumpen wiederfanden. Rharbarber schien nicht immer Rharbarber zu sein, umso erstaunlicher fand ein Botaniker, der sich im Krankenhaus die Ehre geben musste darüber, dass wir die Säure überhaupt ertragen hatten, beim verputzen des Grüns. Das die Eltern uns dort abholten und natürlich nicht sehr glücklich darüber gewesen sind, kam dann doch die Erleichterung für sie, dass alles nach dem Erbrechen unbenklich gewesen war.

Dann kam meine Einschulung, einen Tag der mir noch bis heute nachhaltig in Erinnerung geblieben ist. Im Hort befanden sich schon einige in der Grundschule und alle verwiesen daraufhin, dass man an diesem Tage eine Schultüte bekam, ein Füllhorn von Schleckzeug und nützlichen Gegegnständen wie Spielwaren und ähnliches. So konnte ich diesen Tag nicht erwarten und war bereis eher auf den Beinen als meine Mutter. Natürlich hatte ich meine Schultüte immer im Auge, es sollte ihr nichts geschehen und ihr Geheimnis sollte ja noch gelüftet werden.

Wir standen gemeinsam auf dem Schulhof, die Sonne strahle hell vom Himmel herunter und ich kann mich daran erinnern, dass ich immer meine Augen zukneifen musste und mich das äusserst störte. Die Besichtigung der Klasse, die Vorstellung des Lehrers und die Rundgang in der Grundschule, erschienen mir unerträglich lang. Doch dann kam der Moment, wo ich mein Fülhorn genausstens begutachten konnte und mich auf dessen Inhalt konzentrierte. Schokolade, Schleckzeug, Rennautos, Hörspielkassetten oder eine größere Überraschung waren die Begierde meiner Lust. Nun ja, was mich tagelang in seinen Bann zog, zeigte sich als Malkasten, Stifte, Lineal, Radiergummis und Schulzeug. Nie zuvor hatten sich meine Augen so tief in etwas hineinbewegt, sodass mein Augapfel bis zum Schultütenboden fiel und verzweifelt nach den Traum meiner Schultüte suchte.

Metzger des Vertrauens

Posted in Meine Gedanken on 25. Januar 2012 by blackdivided

Wer schon einmal bei einem Metzger seines Vertrauens eingekauft hat, der weiss um die Bedeutung von Herkunft, Zucht und Sauberkeit. Da schmeckt die alte Mortadella doppelt so lecker, da glänzen die feinen Fettstückchen in der Blutwurst gleich richtig toll. Wer hat eigentlich wirklich mal nachgefragt, woher das Rind so nen komischen Blick in der Theke her hat. Ist ja auch ungemein cool, als Kunde, diese Frage zu stellen und weitere 32 Kunden warten darauf, dass es weitergeht.

Der freundliche Metzger, oft mit blutverschmierten Kleidchen, strengen Blick und den Duft von morbider Erde an sich klebend, steht mit Rat und Tat zur Seite. Er kennt sogar noch den Tag an dem das Rind gezeugt wurde, war er doch eigentlich nicht nur der Samenspender sondern auch gleich der Mann der Kuh. Das er den Bauern persönlich kennt, ist natürlich und absolut selbstverständlich Ehrensache. Die Hand die einem kuht, die kaut man nicht und so zückt der Fleischerkönig gekonnt die Daten und Fakten aus der Mütze.

Während die staunenden Kundinnen sich zufrieden ins Handtäschchen greifen, um kölnisch Wasser aufzulegen, weil sonst die Fliegen im Haar brüten, blättert der fragende Kunde sinnlos Seite für Seite im Nachweisordner herum. Zum Glück hat Meister Lammkeule, stets eine putzige Metzgereifachverkäuferin hinter der Theke stehen. Deren Blick aber immer der Gleiche ist, nämlich fragend, wie man am Besten dem Kunden noch 150g Kochschinken vom Pavian andrehen kann. Dabei darf sicherlich auch nicht die obligatorischen Fragen fehlen “ Darf es sonst noch etwas sein?“, oder „Oh, dass sind 500 Gramm zuviel, passt das?“.

Passen würde es, wenn der Tierschreiner seinem Kunden, direkt zum Bauern fährt, denn was hat man sich unter ein paar Zahlen und Namen als Kunde wirklich darunter vorzustellen, wenn man wissen will woher das Hackfleisch kommt. Wichtig wären doch eigentlich nur die Informationen, wie viele Salmonellen wirklich vorhanden sind. Die übrigens natürlich durch die grenzdebile Fachverkäuferin sagenhaft und mit lockerer Sicherheit an den Kunden weitergegeben werden.

Es spielt keine Rolle, ob Putenhals-Petra dabei Handschuhe trägt, wenn sie mit der gleichen Hand nicht nur das Geld und Wechselgeld rotieren lässt, sondern sich zuvor auch noch einen lästigen Juckreiz an der Poperze entledigt hat. Kein wirkliches Wunder, wenn der Laden förmlich zu platzen droht und die Kunden bereits auf der Strasse warten müssen, wie einst im sozialistischen System der DDR. Beim Thema DDR, da hat man auch einfach alles gegessen und sie leben heute noch und da bedurfte es keinerlei Nachweise. Hauptsache das Fleisch sah so aus, schmeckte so und es ließ sich zubereiten.

Was sehr verwundert, was passiert eigentlich mit der ganzen Ware in der Theke. Schätzungsweise 350 Kilo Wurst und 500 Kilo Fleisch liegen üblich in der Auslage. Die Auslage erinnert auch etwas an eine Sonnenbank für Metzgerei-Erzeugnisse. Kaum ist die Lampe ausgeschaltet, sieht das Fleisch grau und die Wurst matt aus. Nicht selten, kauft man etwas Fleischwurst geschnitten und ist entzückt daheim, dass man Salami in der Verpackung hat. Ja, so ein Thekenlicht kann schon gerne mal seine Tücken haben.

Hauptsache, die Tiere sind glücklich in ihre Wurstpelle gesprungen, die Ochsenzunge hat vorher noch saftig abgeleckt und der Industriekäse schimmert im Kasleberkas. Im örtlichen Metzergerei Betrieb, sehen übrigens alle Angestellten nicht wirklich gesund aus. Entweder juckt Ihnen die Kimme zu sehr oder das Pökelnitrat hat Urlaub. „Mag der Kleine, eine Scheibe Fleischwurst?“, “ Nein, aber er würde Ihnen gerne gleich mal in den Arsch treten!“, solche Sätze kommen viel zu wenig vor, wären aber nötig, damit man schneller als Kunde bedient werden kann.

Hoffen wir einfach mal, dass uns der Blick hinter der Theke und im Produktionsbereich erspart bleibt. Es möchte sicherlich niemand wissen, ob der Geselle überhaupt ein Gesundheitszeugnis besitzt und wenn ja, ob dieses verhindert, dass der Geselle die Gelbsucht hat. Persönlich würde ich als Metzger jeden meiner Mitarbeiter auffordern, mindestens einmal am Tag für 30 Minuten in den Räucherofen zu klettern. Da wird selbst der Verkäufermundkäse herzhaft und die letzte Pore an der Haut geschlossen. Können wir uns wirklich sicher sein, dass niemand zuvor sexuelle Handlungen mit dem Produkt oder Ware hatte, immerhin leben Metzger einsam.

Stark deprimiert die Metzger-Innung beim Nachwuchs vegetarische Gesinnung: Nutella-Brot bringt Wurst in Not!

Der Marmeladen-Toast und die Katze

Posted in Meine Gedanken on 19. Januar 2012 by blackdivided

Wer hat es selber noch nicht erlebt, der tollpatschige Moment am Frühstücksrund, das mühselig in Gedanken kreierte Marmeladen-Toast, verlässt die Umlaufbahn des Tisches und landet prompt auf der Marmeladenseite auf dem Boden. Blöde oder Pech, Fakt ist, dort sollte es nicht liegen, wenn man seinem Leckermäulchen den ersten Gaumenfick des Tages, spendieren will. Da schmeckt man beim Grübeln gerne noch mal den Zustand vor der täglichen Mundhygiene. Da lacht die Salami sich die Pelle runter und beim Emmentaler verabschieden sich die Langstäbchen der Milchsäure winkend.

Immer und immer wieder auf die Marmeladenseite des Lebens. Stellt man sich nun einfach mal eine Katze vor. Einen stinknormalen Teppich Tiger und treuen Freßnapfentleerer. Eine Katze soll über 7 Leben verfügen, daher kein Problem, sie für ein gedankliches Experiment zu verwenden. Katzen landen egal aus welcher Höhe immer auf allen Vieren. Würde sie nun eines der 7 Katzenleben verlieren, wenn man Ihr nun auf dem Rücken Marmelade streicht und dann von einem großen Haus vom Dach, fallen lässt?

Eines wäre doch ziemlich sicher, dass die Katze während dem Flug nach unten, ein ziemlich nachdenkliches Gesicht macht. Hin und her gerissen in der Entscheidung ihres Lebens überhaupt. Rücken-Pfoten, Pfoten-Rücken, da hilft oft nur noch zu hoffen, dass die anderen 6 Leben nicht ähnlich ablaufen. Es soll Katzen gegeben haben, die kamen wieder, als sie auf dem Friedhof der Kuscheltiere gastiert haben.

Da hätte wahrlich der gute Newton seine helle Freude gehabt, dem heutzutage durchaus auch eine Flugzeugtoilette am Kopf treffen könnte. Aber warum landet das Toastbrot immer auf die mit süssen Lecker bestrichenen Seite. Wer nun an die Schwerkraft denkt, sollte gleich in den nächsten Gang schalten und auf eine andere glorreiche aber richtige Antwort kommen. Es liegt lediglich an der genormte Tischhöhe, wäre diese nur 13 cm höher, könnte man sich das lästige und unnötige Aufkratzen ersparen.

Der Gedanken am Ende dieser Geschicht, rudert die Katze im Fallen mit den Pfötchen, oder tut sie es nicht!