Neue Kategorie bei BlackDivided

Posted in Meine Flimmerkiste on 19. Januar 2012 by blackdivided

Nach reiflicher Überlegung, habe ich mich entschlossen eine weitere Kategorie ins Leben zu Rufen. Unter der Kategorie-Überschrift „Meine Flimmerkiste“, erwartet den gelangweilten Leser nun grandiose Trailer, die geldgeilsten Filme, knallharter Hardcore und Weltuntergangsdramen und Zeug was wirklich nicht die Welt rund um das Filmwesen bedeutet. Stimmt natürlich alles nicht, aber was stimmt, es wird sicherlich unterhaltsam sein.

Eigentlich alles was meine Fernsehwelt hergibt! Moralisch an den Grenzen und phasenweise an jedem kulturellen Anspruch vorbei. Vor lauter Begeisterung, trage ich bereits die Filmjuwelen auf meinem Haupthaar. Es darf natürlich auch dort, angeregt mit Kommentaren reagiert werden. BlackDivided heisst zudem auch teilen, also teilt euch doch einfach mit. Ich wünsche teuflischen und sarkastischen Spaß in dieser Kategorie!

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Der Marmeladen-Toast und die Katze

Posted in Meine Gedanken on 19. Januar 2012 by blackdivided

Wer hat es selber noch nicht erlebt, der tollpatschige Moment am Frühstücksrund, das mühselig in Gedanken kreierte Marmeladen-Toast, verlässt die Umlaufbahn des Tisches und landet prompt auf der Marmeladenseite auf dem Boden. Blöde oder Pech, Fakt ist, dort sollte es nicht liegen, wenn man seinem Leckermäulchen den ersten Gaumenfick des Tages, spendieren will. Da schmeckt man beim Grübeln gerne noch mal den Zustand vor der täglichen Mundhygiene. Da lacht die Salami sich die Pelle runter und beim Emmentaler verabschieden sich die Langstäbchen der Milchsäure winkend.

Immer und immer wieder auf die Marmeladenseite des Lebens. Stellt man sich nun einfach mal eine Katze vor. Einen stinknormalen Teppich Tiger und treuen Freßnapfentleerer. Eine Katze soll über 7 Leben verfügen, daher kein Problem, sie für ein gedankliches Experiment zu verwenden. Katzen landen egal aus welcher Höhe immer auf allen Vieren. Würde sie nun eines der 7 Katzenleben verlieren, wenn man Ihr nun auf dem Rücken Marmelade streicht und dann von einem großen Haus vom Dach, fallen lässt?

Eines wäre doch ziemlich sicher, dass die Katze während dem Flug nach unten, ein ziemlich nachdenkliches Gesicht macht. Hin und her gerissen in der Entscheidung ihres Lebens überhaupt. Rücken-Pfoten, Pfoten-Rücken, da hilft oft nur noch zu hoffen, dass die anderen 6 Leben nicht ähnlich ablaufen. Es soll Katzen gegeben haben, die kamen wieder, als sie auf dem Friedhof der Kuscheltiere gastiert haben.

Da hätte wahrlich der gute Newton seine helle Freude gehabt, dem heutzutage durchaus auch eine Flugzeugtoilette am Kopf treffen könnte. Aber warum landet das Toastbrot immer auf die mit süssen Lecker bestrichenen Seite. Wer nun an die Schwerkraft denkt, sollte gleich in den nächsten Gang schalten und auf eine andere glorreiche aber richtige Antwort kommen. Es liegt lediglich an der genormte Tischhöhe, wäre diese nur 13 cm höher, könnte man sich das lästige und unnötige Aufkratzen ersparen.

Der Gedanken am Ende dieser Geschicht, rudert die Katze im Fallen mit den Pfötchen, oder tut sie es nicht!

Wichtel Lidl und Zwerg Aldi

Posted in Meine Gedanken on 19. Januar 2012 by blackdivided

Wer nicht einmal etwas genauer hinschaut, bei einem Einkauf in diesen Discountern, erlebt Dinge, die einem sonst verwehrt bleiben würden. Hier sammelt sich die Creme de la Creme der unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten. Ein bunt gemixten Haufen und Ansammlung menschlicher Natur. Getrieben von dem Wort „Billig“, was sich diese beiden Firmen auf die Flagge geschrieben haben, strömt die Galeere auf den Wogen des Schnäppchen.

Das „Billig“ nichts anderes bedeutet, als das es den Wert einer Ware abstuft und „Günstig“, viel positiver ins Unterbewußtsein brennen würde, juckt keinen elitären Kunden. So tänzeln die Figuren munter durch die Filialen und fräsen sich durch das üppige und wirklich reichhaltige Warenangebot.

Da klammert sich Rentner Rudi krampfhaft am Einkaufswagen fest, weil ihm schon vor einer kleinen Ewigkeit, der Billig-Fusel aus dem Discounter, die nötigen Nerven in seinen Beinen abgetötet haben. Durchschnitts-Dörte, die mit allen Wassern gewaschen ist und sich für die Discounter-Queen hält, weil nur sie die Preisschilder lesen kann. Pickel Peter eine gute Tüte Kartoffelchips zu schätzen weiss, weil sie für 29 Cent doch irgendwie nach was schmeckt. Blasen-Bernd das Produkt Klo-Lavendel Duft kauft und die pflichtbewusste Mutter von 6 Kinder in 12 Einkaufswagen.

Nicht zu vergessen Augen-Andrea, die an der Kasse plötzlich das Kleingeld für den 129€ Bon sucht, nur nicht dort, wo es aufzufinden wäre. Ebenso nicht die “ Dürfte ich mal bitte vor“ Leutchen, die nicht sparsam mit kreativen Gründen sind. Eigentlich auch viele Damen die plötzlich wie eine bluthungrige Meute bestialischer Vampirjungfrauen über ein Produkt herfallen, weil das Markenprodukt in den Billig-Discountern 10 Cent günstiger ist. Die Fahrt aber dorthin, weil man unbedingt an diesem Schnäppchen teilnehmen will, allerdings aber auch mit 1,10€ mehr zu Buche schlägt.

Obligatorisch sind selbstverständlich auch die Weltmeister, im Einkaufswagen schieben. Am Meisten sind es Typen, die gedankenlos und fast wie Zombies neben ihren Frauen herlaufen und als lästiges Anhängsel ihren Alltagskadaver rollen lassen. Genau in die Ferse eines Anderen! Da ist der Moment gekommen, wo ich mit der Poreestange, zu Sir Ivanhoe mutiere und dem Kerl den Kopf damit abschlage. Das Strumpfband für den Sieger, hänge ich deutlich als Zeichen vorne am Taschenhäkchens (am Einkaufswagen) und zeige allen meinen heldenhaften Gewinn.

Es gibt übrigens auch den Typ Miss Marple, jene achten penibel darauf, dass sie stets die Produkte nehmen, die das längste Haltbarkeitsdatum aufweisen. Dieser Trick ist absolut Insider und daher wissen das natürlich auch nicht die Discounter. Wie dem auch sei, wenn es sein muss, wird auch mal eine ganze Palette Mehl abgepackt. 24 Minuten Arbeit, wer keine hat, macht sich einfach welche, als Kunde in der Filiale.

Ich bin eher die Kategorie „Was dringend brauchen und das Produkt ist bereits ausverkauft“. Zudem vertausche ich gerne mal Produkte der anderen Kunden im Einkaufswagen. Zum Beispiel lege ich auch gerne den Frauen inkl. Typen, heimlich das Sexy Magazin „Zahnlose Alte lutscht Schwänze“ in den Einkaufswagen und schaue mir das Szenario, voller Erwartungen an der Kasse an. Natürlich überlasse ich auch keinen Mitarbeiter der Filiale seinem eigenen Schicksal. Gekonnt frage ich tollkühn „wo sind denn hier die Senfeier“, just in dem Moment wo er 12 Staplel Six-Packs schleppen muss. Übrigens ein netter Gradmesser für Freundlichkeit am Kunden.

Leggins-Lisa passt zu Handwerker Harry, Pelz-Petra zu Studenten Stefan und Terror-Thorsten zu Majonaisen-Martina. Wichtig ist nur, dass man schnell genug, seinen Kram auf das Laufband der Kassenanlage legt und zügig seinen Platz für den Nächsten räumt. Mit der Plastiktüte mit Sehschlitze auf dem Kopf komme ich wieder und dann werde ich mein Werk an ihnen vollrichten. Billig ist nicht nur eine Eigenschaftsbeschreibung sondern auch das Prädikat für sehr viele Discounterkunden.

Nachtrag: Früher konnte man sich noch kennenlernen, verlieben und verloben, ein Ort der Kontaktaufnahme. Heute im hecktischen Trubel der Zeit, eine Räumlichkeit trostloser Gesichter, Fratzen und Gesichtselfmeter. Kein wirkliches Wunder, dass daran auch noch Zwerg und Wichtel Geld verdienen. Der Herr sprach (also ich) “ Öffnet die Tore, lasst sie eintreten, in die Welt der billigen Zombies!“. Nächste Woche im Angebot, Reisen ins Ich, für schlanke 39,95€, als Buchband auf Eßpapier.

RTL Dschungelcamp 2012

Posted in Meine Gedanken on 18. Januar 2012 by blackdivided

Endlich läuft auf deutschen Fernsehgeräten, das beliebte und kultige Promi-Schrotten. Dafür stellt sich ein bunter Mix aus gescheiterten Prominenten aus Spannung, Sport und Spiel, RTL macht „Stars“ mobil, zur Verfügung. Alles was durch den Quotenwolf der Fernsehanstalten und Medien gedreht wurde. Selbst Ex-Fußballprofis, deren sportlicher Höhepunkt bereits vor dem 1.Mal rasieren gewesen ist. Da wundert es auch absolut nicht, dass sich dieses Sendeformat der besten Beliebtheit erfreut und Hoffnungen für alle Hartz4 Zuschauer schürrt, dass es auch einfach nicht weiter bergab gehen kann.

Ja, es ist schon absolut bezeichnend für das unsägliche „schwarz/weiß-Denken“, wenn quasi suggeriert wird, wer das Dschungelcamp schaut sei „geistig/moralisch unterbelichtet und Hartz4 bedürftig“ und wer „ein gutes Buch liest“ oder Arte/Phoenix guckt sei ein würdiger Vertreter des „Landes der Dichter und Denker“. Da kann ein Hauptschüler ohne nennenswerten Kenntnisse kurz Honk, einfach nicht anders und fügt sich seinem vorbestimmen Schicksal. Gebildete Menschen, erfreuen sich natürlich nur heimlich an diesem Format, man ist ja auch nur einer von 60% Zuschauer, die es nicht gibt, weil es auch angeblich niemand schaut.

Da ist ein gekonnter Blick auf die Hauptakteure notwendig und lässt jeden Psychologie-Studenten vor Freude in die Zwangsjacke springen. Selbst Biologen kämen auf ihre Kosten, denn noch nie war die Evolutionstheorie nahbarer, nachvollziebarer und absolut kostenlos. Zudem kann man dabei auch getrost darauf wetten, dass Drückerbanden, Trickbetrüger, Anlageberater und enge Freunde, bereits die Messer geschärft haben. Wer soll es den Gaunern auf dieser Welt auch übel nehmen, machen sie es nicht, erscheint Onkel Gerichtsvollzieher und klebt seine Pickerl auf alles was noch Wert hat.

Die Reihenfolge der genannten Teilnehmer hat nichts damit zu tun, wer man schönsten ist, sondern vermutlich am tiefsten im wirklichen Leben, so richtig schön fein kopfüber, in der Scheisse steckt. Im übrigen erkennt man bereits an den Vornamen, eine leichte Tendenz, wer tatsächlich schwer am Kopf verletzt ist.

Ailton Goncalves da Silva – Ex Fußballprofi, der lebende Beweis, dass zu heisse Babyfolgemilch auch die letzte Amöbe absterben lässt. Ist die Milch nicht dafür Verantwortlich, dann der nicht vorhandene Unterhaltungswert, dieses kugelblitzartige Sambazahnhäschen. Der Kleine wird sicherlich noch dabei gefilmt, wie er furzend hinter einer fleischfressenden Pflanze hockt.

Brigitte Nielsen – Die Ex vom Italian Stallion, die heisse blonde Schachtel, die dralle Dame des C-Movies, zwei Chemiebrüste auf Kackstelzen. Auch Lametta verblasst nach einer Zeit und die ein paar Tage im Waldknast, haben tiefe Furchen in das Gesicht gemeißelt. Ihre Geheimwaffe, Hollywood-Lästern.

Daniel Lopes – Eine männliche Vagina mit dem Hirn eines geschlechtsreifen Orang Utan Weibchen. Das singende Bambi, Mr. ich gewinne das Dingen weil für mich die Teens anrufen, allerdings eine Stimme nur eingeht und diese von Onkel Pickerlankleber war auf dem AB bei RTL. Das Einzige was in seinem Leben positiv war, sein AIDS-Test.

Kim Debkowski – Erinnert namentlich mehr an einen Bergarbeiter im Ruhrgebiet, allerdings hat Kim nie wirklich gearbeitet im Leben. Vielleicht kommt noch der Beweis, wie man sich in 10 Tagen durch einen Baumstamm kauen kann.

Jazzy “Marlene Tackenberg” – Was einst mit schlechter Musik rebellierte, sich zudem auch schon im TV der Lächerlichkeit preisgab, ist durchaus ein Geheimtipp zum Sieg. Ihre Lebensweisheiten werden den hundsgemeinen Zuschauer erleuchten bzw. einmal durch den Kopf leuchten. Sie weiss wie es ist, wenn man als TV Schaschlik am Spieß steckt.

Martin Kesici – Der gute alte Kinnteufel, seine Verbitterung lässt ihn im Dschungel innerlich durchhalten. Immerhin hatte er mal Erfolg im Leben, dass aber lediglich nur 0,0002% ausmacht. The Angel of Berlin, der dachte Heavy Metal macht unsterblich, jemand der weiß, wie man mit Absicht von Platz 1 in das Nichts verschwindet. Das wäre auch die Option sich so aus dem Camp zu schleichen.

Micaela Schäfer – Die tollpatschige Tussi vom Zuckerhut und Wahrzeichen der geistigen Unterbelichtung. Eine Erotiktranse, die sich nicht zu schade dafür ist, sich dermaßen darzubieten, dass selbst Blinde aus Stress sich selbst befriedigen. Sicherlich nicht wegen ihrer hässlichen Ausstrahlung und dem Gesicht einer explodierenden Gesichtspackung. Wenn sie keine erstklassige Pornoaktion zündet, geht ihr Stern bereits beim Scheissen im Wald unter.

Radost Bokel – Momo im Popo, kein Wunder das man sie quasi als Lückenfüller ins Straflager der Verdummten verbannte. Irgendwie optisch die weibliche Antwort auf Boris Becker. Viel wird von dieser Denkprimel nicht wirlich zu erwarten sein. Schonkost des Denkens auf zwei Beinen und mit speckigen Haaren. Der Zahn der Zeit nagt nicht nur am Holz, möchte man ihr liebend gerne zurufen.

Ramona Leiß – Die leibliche Mutter von Cheetaa, den berühmten Tarzan Affen, der im stolzen Alter von 80 noch besser aussah als Ramona Leiß selber. Die Mutter Beimer der Madenkiste, sie will es allen zeigen, sich selber und auch sich selber. Der weibliche Mc Gayver des Camps, die mit viel Knoff Hoff, aus Wasser, dreckiges Wasser machen kann, per Fußwäsche. Ausserdem wird keine Frau im Camp ihre Brüste wie Satteltaschen so erotisch über die Schulter werfen.

Rocco Stark – Wer ist das? Der Mann mit dem kindlichen Gesicht, dass an einem Schließmuskel der Poperze erinnert. Es würde niemanden verwundern, wenn er sich von Micaela Schäfer 23 Kinder andrehen lässt, die Ailton der netten Nudel eingepflanzt hat. Egal, was aussieht wie eine Drüse, kann niemals wirklich schaden.

Vincent Raven – Der gute alte Karnickel aus dem Hut Trick, Knüppel aus (auch auf) dem Sack und abgetakelte Gesichtshaut. Seinen Raben bereits gut verdaut und mit magischen Amuletten bewaffnet, vertreibt er sich den Durchfall aus dem Darm. Verwundert niemandem, wenn Waldschweinsperma auf Kakerlakendressing trifft. Der Mann der gerne mit allen Teilnehmern Sex haben möchte, aber keinen Zaubermove dafür im Buch der Dödel fand.

Wer wird das Rennen machen, um den ehrenwerten Titel des Dschungelkönig/in? Bedeutet es doch absoluten Reichtum und Ruhm bis ans Ende des Lebens. Endlich auch mal wieder Fans, für die man keine Autogramme in Möbelhäusern geben muss oder bei einer Neueröffnung der Frikadellenbude Köln Nippes. Da spielt es doch wahrlich keine Rolle, dass man dafür tonnenweise Getier gefressen hat und Ungeziefer und auch nicht, dass man sich hat so vorführen lassen. Sagen wir einfach nur Danke und zappen zu den Messies rüber.

Das schönste Geschenk

Posted in Meine Gedanken on 17. Januar 2012 by blackdivided

Der Himmel trug schwere, tief hängende, graue Wolken, der Kalender zeigte den 27.04.2001 an. Ein Tag in meinem Leben, der wie kein anderer, sich in meine Seele einbrennen sollte. Mir förmlich den Boden unter meinen Füßen wegzog und mich am Rand meines Verstandes trieb. Ich machte mich früh auf den Weg, nach Jena, eine Universitätsstadt in Thüringen. Eine Stadt die nicht wirklich mit Schönheit glänzte und noch deutlich den optischen Schmutz des Sozialismus präsentierte.

Ich setzte mich ins Auto, zuvor hatte ich auf ein Frühstück, den Blick im Spiegel nach der eiligen morgendlichen Toilette verzichtet. Meine Gedanken kreisten, mein Herz klopfte, eine unglaubliche Wucht an Druck im Nacken und Tränen, trieben mich voran. Eigentlich Umstände, die einen nicht dazu bewegen sollten, in ein Fahrzeug zu klettern und am Straßenverkehr teilzunehmen. Es spielte in diesem Moment auch keine Rolle und so trieb ich die 150 Pferdestärken auf die Bundesstrasse, Richtung Autobahn A4 gen Jena.

Während die Bilder der Aussenwelt bei der Fahrt an mir vorbeirauschten, die Scheibenwischer ihren Job nachgingen, um mir eine freie Sicht zu ermöglichen, die Wassergischt, die auf das Fahrzeug nagelte, wenn ein vorausfahrende Auto, diese aufwirbelte, richtete ich meine Gedanken auf die Dinge, die mich bald erfassen sollten. Wie in Trance lenkte ich den Wagen über die Autobahn, während im Radio ein Lied nach dem Anderen erklang und ich Erfurt, Weimar und Apolda wie im Flug erreichte.

Dann kam die Ausfahrt Jena, eine Ausfahrt, die man leicht unterschätzt und bei einer zu schnellen Fahrweise aufzeigt, dass 150m kürzer sind als man zu denken vermag. Etliche Spuren am Fahrbahnrand bezeigten meine Ansicht und ich bremste trotz innerer Eile den Wagen gekonnt ab und schoss ins Stadtzentrum. Nach einer gefühlten Ewigkeit fand ich einen passenden Parkplatz und mich auch gleich in einem Zustand, der mir den Mund und Gaumen so ausgetrocknet hatte, dass ich nicht einmal mehr richtig Schlucken konnte.

Ich machte mich zu Fuß auf dem Weg, lief über eine Straße ohne auch wirklich nach dem Verkehr zu schauen und steuerte zielstrebig das Gebäude an, dass ich aufsuchen wollte. Die Kinderklinik der Universitätsklinik Friedrich Schiller. Meine Schuhe und meine Hose saugten dabei jede einzelne Wasserpfütze auf und obwohl es regnete, begann ich zu schwitzen. Ich konnte kaum noch Atmen, die Nervosität trieb ein übles Spiel mit mir. Wie nach einem Marathonlauf, kam ich endlich an,Frühchenintensivstation.

Da ich durch das Treppenhaus schoss, bereits in einer Sauerstoffschuld stand und mir die Brühe aus den Poren meiner Stirn tropfte, klingelte ich an der Stationstüre, bereits klinisch. Eine Schwester öffnete die Türe, ich weiß mich aus und tat mein Anliegen kund, nämlich das erste Mal, meiner Tochter Lara zu begegnen. Man forderte mich auf, in Klinikklamotten samt Mundschutz zu klettern.

Ich riss mir die Sachen förmlich vom Leib, begann dabei unendlich und intensiv an zu zittern an. Die Kinderkrankenschwester reichte mir ein Papiertuch, sodass ich meiner Sintflut auf der Stirn Herr wurde. Als ich dann endlich die Klamotten an hatte, nahm mich die Kinderkrankenschwester an die Hand und ging mit mir über den Flur. Es kam mir wie in Zeitlupe vor, wie eine Ewigkeit, wie das Führungstor bei einem Weltmeisterschaftsfinale im Fußball in der 65. Minute.

Dann öffnete sie eine Tür und wir gingen hinein. Zwei Inkubatoren standen im Raum und wie fremdgesteuert, sah ich direkt in den 1. Brutkasten hinein und entdeckte einen Marcel, gerade einmal 498 Gramm leicht und nicht wirklich in seiner kleinen niedlichen Pudelmütze passend. Verkabelt wie ein Terminator, allerdings nicht stark genug einmal richtig schreien zu können. So zerriss mich sein Anblick in den Grundfesten. Das tat es dann noch intensiver als ich plötzlich vor dem 2. Inkubator stand, der mit einem blauen Licht beleuchtet wurde.

Was dann passierte ist nicht mit meinen Worten zu beschreiben. Da war sie, wunderschön, so zart, so klein, so unglaublich. 950 gramm totale Liebe, Offenbarung, Paradies und Tag des jüngsten Gericht. Wie ein Blitz schlug mir der Anblick durch den Körper und führte dazu, dass meine Knie butterweich wurden. Ich spürte meinen Puls vom Magen bis über den Kopf in den Nacken hinein. Es raubte mir den Verstand, sämtliche Logik, alle Gedanken, ich bestand nur noch aus Gefühlen.

Erfürchtig und starr stand ich da, die Kinderkrankenschwester erklärte mir aus unendlicher Weite irgendwelche Dinge zu ihr, ich war wie in einem Rausch gefangen, wurde aber daraus befreit, als ich im Unterbewußtsein vernahm, dass ich sie durchaus Berühren durfte und keine Scheu haben sollte. Ich weiss nicht was in diesem Moment in mir anging, die Tränen kullerten, ich grinste, ich schwitzte, ich fror und schluckte, mir war schlecht, ich hätte Bäume ausreißen können und alles gleichzeitig.

Dann steckte ich meine Hand in ihr vorläufiges Zuhause. Das weichste, zärtlichste und sagenhafteste was ich in meinem Leben jemals empfand und spürte. Die kleinen Würmchenfinger, meine Stupsnase, Minifüßchen und Beine die wie Froschschenkel wirkten. Ich popelte vorsichtig, meinen kleinen Finger in ihre kleine Hand, welche Sie auch gleich umdrückte. Ein mächtiger Strahl Liebe schoss gewaltbereit durch meine Venen, Synapsen und Gliedmaßen. Wie ein Kopfschuss knallte es in meinen Kopf. Dieses unglaubliche Wesen, dieser eine Moment, ist das wahre Geschenk.

Das schönste Geschenk meines Lebens…

Liebe – Mein Weg ins Glück

Posted in Meine Gedanken on 16. Januar 2012 by blackdivided

Hachja, die Liebe, ein Gefühl, eine Emotion. Hermann Hesse sagt zu der Liebe Folgendes: “Den Sinn erhält das Leben einzig durch die Liebe. Das heißt: Je mehr wir zu lieben und uns hinzugeben fähig sind, desto sinnvoller wird unser Leben.”

Damit hat Hermann Hesse so ziemlich den Nagel auf den Kopf getroffen. Natürlich hat er dabei völlig darauf verzichtet, genauer zu durchleuchten, was es eigentlich wirklich bedeutet und was es ausmacht, sich im Flammenmeer der Liebe zu befinden.

Eben die Momente in der Liebe, die diese einfach so kostbar werden lassen. Wenn in einem tausend Gedanken durch den Kopf kreisen. In der Sehnsucht dazu tausend Tränen die Wangen herunterkullern. Das alles wegen einer einzigen Person. Wenn man eine Person so sehr vermisst, sich schon fast einen Vorwurf macht, sich das selber anzutun.

Allerdings wachsen in einem aber auch eben die Wünsche, in die Augen seinen Gegenübers zu blicken, sich anlehnen zu können, weil das Lächeln geniesst. Den Alltag vergessen machen und sich auf diesen Moment einzulassen und diesen genießen. Lippen zu spüren um in dieser und generell bei Zärtlichkeiten verfallen und die Bereitschaft sich fallen zu lassen.

Den eigenen Widerstand aufzugeben, weil man vertraut und geschehen lassen, was einfach geschehen will. Gemeinsam in der Gemeinsamkeit abtauchen und die Stille darin geniessen. Sie auszukosten, die Liebe und ihre Früchte, die nicht nur süßlich schmecken, aber auch säuerlich sein dürfen.

Laut Franz Kafka und natürlich ebenso messerscharf in seiner unnachahmlichen Art auf den Punkt gebracht: „Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße!“. Er trifft nicht nur den Nagel auf den Kopf, sondern auch den Zebrastreifen der Liebe.

Meine eigene Art zu lieben besteht darin, dass ich mit all meinen mir gegebenen Sinnen, die Liebe fühle, rieche, sehe, höre und schmecke. Die persönliche Freiheit meines Gegenübers nicht einzugrenzen, sondern zu unterstützen. Diese dabei zu begleiten und den nötigen Halt darin geben. Ich richte all meine Gefühle, Emotionen und Gedanken darüber hinaus in die Liebe und zögere keine Sekunde, für meine Liebe, mein Leben zulassen. Allerdings ohne die Situation entstehen zu lassen, von Abhängigkeit und Selbstaufgabe.

Träume gemeinsam entdecken, ausleben und erleben. Den Alltag zu entfliehen, die Zeit für sich schaffen aber auch anzuhalten. Ziele, Mißerfolge, Siege und Schicksale in eine kosmische Balance bringen, damit sich nicht nur beide Herzen erfüllt sehen, sondern auch gemeinsam schlagen. Liebe ist nichts, was man nur einseitig aufsaugt bis auf den letzten Tropfen, Liebe ist auch Freude und Respekt an einem Menschen.

Ich empfinde Liebe in mir als ein gravierendes Ereignis, wie die Schöpfung der Welt. Es gibt mir die Kraft aus dem Rahmen des Lebens zu fallen, Zündstoff aus dem eigenen Inneren auszubrechen um sich auch selber zu spüren und zu erleben. Alles ein sehr wichtiger Grund sich darum zu kümmern, damit diese Blume nicht verwelkt und mich mit ihrer Schönheit verwöhnt.

Man kann Liebe nicht einzäunen, anketten und auch nicht erbetteln. Sie ist aus meiner Sicht ein freies Gefühl, man bekommt sie geschenkt, aber auch ebenso wieder genommen. Man hat aber Möglichkeiten Liebe zu nähren. Sie kommt von einer Sekunde auf die Andere und ebenso kann sie auch einfach gehen und es besteht kein Gewähr auf Ewigkeit. Ich kann dafür kämpfen und alles für sie tun, was ich auch immer in der Liebe bereit bin.

Ich bin bereit für eine Reise bis ans Ende meines Lebens, mit Ihr!

The Mission – Butterfly On A Wheel

Posted in Meine Musikwelt on 15. Januar 2012 by blackdivided

Selbst Engel haben einen Wunsch, geliebt zu werden. Nur Liebe vermag es, in der Dunkelheit der Seele und Gefühle, dass notwendige Licht zu erzeugen. Damit man sich nicht in der eigenen Dunkelheit und Tiefen darin verliert. Tief in uns, für kleine Momente, erkennen wir den tatsächlichen Wunsch danach, uns von Engelsflügel berühren zu lassen. Darin aufzuerstehen und aufzublühen, wie der Lebenswandel eines Schmetterling. Der aus einer unscheinbaren Raupe, einen wundervollen, farbenfrohen Schmetterling werden lässt. Liebe wandelt auch und lässt uns zu sehr glücklichen Wesen werden.

The Mission versteht mit diesem Lied, eben genau dieses zu Beschreiben. Ausdrucksstark und mit einer Melodie und Gitarrensound, die dieses Gefühl in der Lyric verdeutlichen. Ein Lied das sehr oft als „deprresiv“ bezeichnet wird. Doch wo fängt die Depression an, sicherlich nicht erst dann, wenn man sich nach Liebe sehnt. Zerdrückt, wie eine Blume im Schnee, doch Liebe heilt und lässt gebrochene Flügel wieder aufsteigen.

silver and gold, and it’s growing cold
auttum leaves lay as thick as thieves
shivers down your spine
chill you to the bone, ‚cos the mandolin wind
is the melody that turns your heart to stone
the heat of your breath
carving shadows on the mist
every angel has the wish
that she’s never been kissed
a broken dream haunting in your sleep
and hiding in your smile
a secret you must keep
love cuts you deep

love breaks the wings of a butterfly on a wheel
love breaks the wings of a butterfly on a wheel

there’s no scarlet in you
lay your veil down for me
as sure as god made wine
you can’t wrap your arms
around a memory
take warmth from me
cold auttum winds cut
sharp as a knife
and in the dark for me, you’re the candle flame that
flickers to life

love breaks the wings of a butterfly on a wheel
love breaks the wings of a butterfly on a wheel
love will break the wings of a butterfly on a wheel
love breaks the wings of a butterfly on a wheel

wise men say
all is fair in love and war
and there’s no right or wrong in the design of love
and i could only watch
as the wind crushed your wings
broken and torn
crushed like a flower under the snow
and like the flower in the spring
love will rise again
to heal your wings

love heals the wings of a butterfly on a wheel
love will heal the wings of a butterfly on a wheel
love heals the wings of a butterfly on a wheel
love will heal the wings of a butterfly on a wheel

Butterfly on the Wheel, ein Rad wie das Leben, das Tempo der Zeit bestimmt den Kurs. Auf jeden Fall ist dieses Lied aus meiner Sicht, ein Signum für alle die bewußt lieben und dafür immer wieder kämpfen, für ein Leben voller Farbe. Steige auf kleiner süsser engelhafter Schmetterling und nehme die Wünsche der Liebe mit, in eine grenzenlose Welt.